Moncrief zieht Berufungsklage zurück
Milliardenklage gegen BASF vom Tisch

Der texanische Ölkonzern Moncrief Oil International hat im Streit mit dem Chemieriesen BASF um ein russisches Gasfeld aufgegeben und seine Berufungsklage vor dem Pfälzischen Oberlandesgericht in Zweibrücken zurückgezogen.

HB FRANKFURT. Die milliardenschwere Klage der Texaner gegen den weltgrößten Chemiekonzern ist damit vom Tisch. Moncrief habe seine Anfang August eingelegte Berufung gegen eine Entscheidung des Landgerichts Frankenthal zurückgezogen, sagte ein Sprecher des zuständigen Oberlandesgerichts Zweibrücken am Dienstag. Das Urteil sei damit rechtskräftig. Bei der von Moncrief beauftragten Anwaltskanzlei war keine Stellungnahme erhältlich. BASF begrüßte die Rücknahme der Berufung. „Wir sehen uns damit in unserer Haltung bestätigt, die wir von Anfang an vertreten haben, dass die geltend gemachten Ansprüche unbegründet sind“, sagte eine Sprecherin.

Moncrief hatte Schadenersatz in Milliardenhöhe von BASF und deren Öl- und Gastochter Wintershall für verlorene Eigentumsrechte an dem Gasfeld Juschno Russkoje gefordert. Die Texaner warfen den Firmen vor, den russischen Gasmonopolisten Gazprom dazu bewogen zu haben, frühere Rechte von Moncrief an dem Gasfeld zu missachten. BASF hatte 2006 mit Gazprom eine Beteiligung seiner Öl- und Gastochter Wintershall an dem Gasfeld vereinbart. Moncrief hatte behauptet, mit einer Gazprom-Tochter bereits 1997 in einem Vertrag die gemeinsame Ausbeutung des sibirischen Gasvorkommens ausgehandelt zu haben.

Die dritte Zivilkammer des Landgerichts Frankenthal hatte eine Klage von Moncrief in der Angelegenheit bereits im Juli ohne Beweisaufnahme abgewiesen. Das Unternehmen hatte darauf Berufung beim Oberlandesgericht Zweibrücken eingelegt.

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