Monsanto: Saatguthersteller setzt erneut den Rotstift an

Monsanto
Saatguthersteller setzt erneut den Rotstift an

Nach der Ankündigung der Großfusion zwischen Dupont und Dow Chemical steht Monsanto unter Druck. Nun verschärft der Staatguthersteller seinen Sparkurs. Die Suche nach einem Partner für das US-Unternehmen geht weiter.

ChicagoDer weltgrößte Staatguthersteller Monsanto verschärft seinen Sparkurs. Der US-Konzern kündigte am Mittwoch in einer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC die Streichung von 1000 weiteren Stellen weltweit an. Insgesamt sollen damit bis 2018 3600 Arbeitsplätze entfallen, was 16 Prozent der Belegschaft entspricht.

Nach der Ankündigung der Großfusion zwischen Dupont und Dow Chemical steht der Hersteller von genetisch verändertem Mais seinerseits unter Druck, sich einen Partner zu suchen. Ende August hatten die Amerikaner eine Offerte von 45 Milliarden Dollar für Syngenta nach hartnäckigem Widerstand der Schweizer zurückgezogen. Monsanto-Chef Hugh Grant erklärte am Mittwoch, es habe „an dieser Front“ kaum Fortschritte gegeben. Er gehe jedoch davon aus, dass sich die Konsolidierung in der Branche fortsetzen werde. Monsanto hatte im November erklärt, auch ein Gebot für Bayer Cropscience zu prüfen. Der deutsche Mutterkonzern schloss einen Verkauf umgehend aus.

Im ersten Geschäftsquartal machte Monsanto einen Verlust von 253 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 243 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel um fast 23 Prozent auf 2,22 Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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