Morgan-Stanley-Studie
Fusionen könnten wieder Rekordvolumen erreichen

Das Volumen von Fusionen und Übernahmen (M&A) in Deutschland könnte nach Einschätzung der US-Investmentbank Morgan Stanley im laufenden Jahr wieder die Rekordstände der Jahrtausendwende erreichen.

HB FRANKFURT. "Das M&A Volumen könnte 2006 erstmals wieder an die Rekordvolumina der Vergangenheit herankommen", sagte Morgan-Stanley-Deutschlandchefin Dagmar Kollmann am Donnerstag auf einer "Handelsblatt"-Veranstaltung in Frankfurt. Dies belege etwa die Übernahme von Schering durch Bayer, der Kauf des britischen Industrie-Gase-Konzerns BOC durch Linde oder der geplante Erwerb von Endesa durch Eon.

1999 wurde nach Zahlen des Datenanbieters Thomson Financial dank der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone in Deutschland ein Fusionsvolumen von 426 Mrd. Dollar erreicht. Ein Jahr später waren es immerhin noch 255 Mrd. Dollar.

Nach Einschätzung von Morgan Stanley werden auch in Deutschland feindliche Übernahmen an Bedeutung gewinnen. "Die Tendenz wird steigen", sagte Kollmann. Nach wie vor könnten sich Bieter dank niedriger Zinsen günstig Geld verschaffen. Zudem hätten viele Unternehmen heute genügend Selbstbewusstsein, um in ihrem Kerngeschäft über Akquisitionen zu wachsen.

Vor der Übernahme von Schering durch Bayer hatte zuerst der Darmstädter Pharmakonzern Merck versucht, den Berliner Konkurrenten gegen den Willen des Managements zu schlucken.

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