Morphosys
Durch Forschungskosten in die Verlustzone

Die Entwicklung neuer Medikamente ist teuer. Das Biotechunternehmen Morphosys nimmt dafür viele Millionen Euro in die Hand. Das wirkt sich auf die Bilanz aus, der Verlust im ersten Quartal steigt.
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FrankfurtDie kostspielige Entwicklung neuer Medikamente lässt den Verlust beim Biotechunternehmen Morphosys steigen. Der operative Verlust (Ebit) stieg im ersten Quartal auf 14,9 Millionen Euro von einem Minus von 9,7 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie Morphosys am Dienstag mitteilte. Der Umsatz sank um 2,5 Prozent auf 11,8 Millionen.

Die Entwicklung kommt nicht überraschend, da Morphosys schon vor längerem angekündigt hatte, deutlich mehr Geld für die Erforschung neuer Medikamente in die Hand zu nehmen. Nun steht vor allem im Blickpunkt, ob das Unternehmen dabei erfolgreich ist, wie die Analysten der Berenberg Bank erklärten. Verschiedene wichtige klinische Studien stünden in diesem Jahr vor dem Abschluss.

Morphosys hofft, dass sein Lizenz-Partner Janssen – eine Tochter des US-Pharma- und Konsumgüterkonzerns Johnson & Johnson – noch in diesem Jahr die Zulassung für das Schuppenflechte-Mittel Guselkumab in den USA erhält. Dann würde Morphosys eine Meilensteinzahlung sowie eine jährliche Umsatzbeteiligung im mittleren einstelligen Prozentbereich winken. Es wäre der erste von einem Partner entwickelte Antikörper aus den Laboren von Morphosys, der auf den Markt kommen würde. Aber auch seine eigenen Produkte will das Unternehmen weiter vorantreiben. So soll etwa in diesem Jahr die dritte und damit letzte Phase der klinischen Entwicklung mit dem Blutkrebsmittel MOR208 gestartet werden.

Für das laufende Jahr rechnet Morphosys unverändert mit Forschungs- und Entwicklungskosten von bis zu 95 Millionen Euro. Der operative Verlust wird sich deshalb auf 75 bis 85 Millionen Euro erhöhen, der Umsatz soll bei 46 bis 51 Millionen liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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