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Motorradhersteller: Harley-Davidson kommt nicht in die Gänge

Harley-Davidson steckt weiter in der Krise – und es wird immer schlimmer. Der kriselnde US-Motorradhersteller kann seine steile Talfahrt nicht bremsen und greift zu immer drastischeren Einschnitten. Nach einem weiteren dramatischen Einbruch von Umsatz und Gewinn fallen noch einmal zusätzlich 1000 Jobs weg.

Harleys verkaufen sich weiter schlecht. Quelle: dpa
Harleys verkaufen sich weiter schlecht. Quelle: dpa

HB MILWAUKEE. Harley-Davidson fährt seine Produktion um weitere bis zu 30 Prozent heruntergefahren. Unter dem Strich brach das Ergebnis der Kultmarke im zweiten Quartal fast völlig zusammen. Auch wegen hoher Abschreibungen stürzte der Gewinn auf knapp 20 Mio. Dollar nach 223 Mio. Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel um mehr als ein Viertel auf knapp 1,2 Mrd. Dollar. „Das Marktumfeld ist gerade sehr hart für uns“, sagte der seit Mai amtierende Harley-Chef Keith Wandell am Donnerstag am Sitz in Milwaukee (Wisconsin).

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In der Produktion sollen nun insgesamt bis zu 2200 Jobs von Schichtarbeitern wegfallen, 700 mehr als bisher geplant. Bei den übrigen Angestellten werden mit jetzt 600 Arbeitsplätzen doppelt so viele gestrichen wie zunächst angekündigt.

Harley-Davidson drosselt die Auslieferungen an Händler in diesem Jahr nun um bis zu 30 Prozent auf 212 000 bis 228 000 Motorräder. Im zweiten Quartal sanken die Absatzzahlen weltweit um 30 Prozent, die internationalen Verkäufe (minus 18 Prozent) fielen weniger stark als auf dem US-Heimatmarkt (minus 35 Prozent). Neben den Harleys gehören zum Konzern die US-Marke Buell und der italienische Klassiker MV Agusta.

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