Mschinenbauer verschärft Sparprogramm
Heidelberger Druck muss Stellen streichen

Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck rechnet mit einer lang anhaltenden Absatzkrise der Branche und weitet deshalb seine Sparanstrengungen aus. Das Unternehmen erwartet nun rote Zahlen im Gesamtjahr und muss Stellen streichen.

HB HEIDELBERG. Heidelberger Druck rechnet in diesem Geschäftsjahr mit Verlusten. Der Traditionskonzern kündigte einen massiven Stellenabbau an. Sein Sanierungsprogramm will das Unternehmen verschärfen: Nach Ausgaben von voraussichtlich 130 bis 150 Mio. Euro sollen spätestens 2010/11 Einsparungen von 200 Mio. Euro möglich werden. Bisher wollte Heidelberger Druck 100 Mio. Euro einsparen.

Heidelberger Druck teilte am Donnerstag mit, im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 (zum 31. März) sei mit einer „erheblichen“ Umsatzeinbuße und einem deutlich schlechteren Betriebsergebnis zu rechnen. Wegen der Sanierungskosten werde Heidelberger Druck einen deutlichen Jahresfehlbetrag ausweisen. „Für das noch schwer abzuschätzende folgende Geschäftsjahr 2009/10 geht der Vorstand unter dem Eindruck der aktuellen Entwicklung zunächst nicht von einer Verbesserung aus“, teilte das Unternehmen mit.

Weltweit sollen 2500 der zuletzt knapp 20 000 Stellen gestrichen werden. Für die vor allem in Deutschland angesiedelte Produktion werde Kurzarbeit angemeldet. An den deutschen Standorten werde es auch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, obwohl diese in einem Beschäftigungssicherungsvertrages ausgeschlossen sind. Darüber würden unverzüglich Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen.

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