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17.07.2008  | Aktualisiert 17.07.2008, 12:16 Uhr 
Deutschlands zweitgrößter Flughafen

München pocht auf den Ausbau

von Markus Fasse

Der Flughafen München wächst kräftig, trotz steigender Spritkosten soll nun erweitert werden: Neben einer neuen Startbahn ist ein neues Terminalgebäude geplant. In diesem Jahr will München 35 Millionen Passagiere abfertigen, Tendenz steigend.

Der Flughafen München ist zu klein geworden. Foto: APLupe

Der Flughafen München ist zu klein geworden. Foto: AP

MÜNCHEN. Trotz steigender Spritpreise hält der Flughafen München an seinen Ausbauplänen fest. "Wir wachsen schneller als erwartet, deshalb müssen wir erweitern", sagte der Chef der Flughafengesellschaft, Michael Kerkloh, am Mittwoch in München. Neben einer neuen Startbahn soll München Mitte des kommenden Jahrzehnts ein zusätzliches Terminalgebäude erhalten. Derzeit seien die Planungen für die neue Abfertigungshalle im "Feinschliff", sagte Kerkloh.

Der nach Frankfurt zweitgrößte Airport zählte 17 Mill. Passagiere im ersten Halbjahr, das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit ist München erneut schneller gewachsen als Frankfurt, die Fraport AG konnte im ersten Halbjahr nur um 2,2 Prozent zulegen. Wegen des hohen Ölpreises rechnet Kerkloh allerdings im zweiten Halbjahr mit weniger Wachstum. Dennoch will München 35 Mill. Passagiere in diesem Jahr abfertigen. "An unserem langfristigen Prognosen ändert der Ölpreis auch nichts: 2020 erwarten wir 57 Millionen Passagiere", sagt der Airport-Chef.

Flughafen München: Wachstum und Ausbau

Treiber des Wachstums ist Lufthansa, die ihre Kapazitäten in München deutlich erweitert. Mit 124 Flugzeugen hat sie in München bereits jetzt mehr Maschinen als die Konzerntochter Swiss in der ganzen Flotte. Konzernchef Wolfgang Mayrhuber will noch mehr Verkehr nach München ziehen, weil auch am Frankfurter Flughafen die Kapazitäten dicht sind. In Frankfurt wird ab dem kommenden Jahr die neue A380-Flotte von Lufthansa stationiert. Um Platz für die Riesenairbusse zu schaffen, verlagert die Lufthansa einen Teil der Langstreckenverbindungen nach München. Derzeit sind 24 Langstreckenmaschinen in München stationiert, bis 2020 sollen es 48 sein. Die Maschinen sollen mit Passagieren aus ganz Europa gefüllt werden. Ohne eine neue Startbahn und ein neues Terminal ist das nicht möglich.

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