München soll Zentrale für Sony BMG werden
Rückzug von Sony Music trifft die Hauptstadt hart

Während sich Berlin zum Zentrum der deutschen Musikszene entwickelt, verlässt mit Sony Music voraussichtlich eines der wichtigsten Unternehmen der Branche die Stadt. Allerdings nicht freiwillig.

HB DÜSSELDORF. Die Deutschland-Zentrale am Potsdamer Platz muss nach Medieninformationen im Zuge der Fusion nach München in die Räume der Bertelsmann Music Group (BMG) umziehen. Ein harter Schlag für Mitarbeiter und die Stadt Berlin nur wenige Tage vor dem Start der Branchenmesse Popkomm.

Sony Music und BMG hatten erst vor sechs Wochen weltweit ihre Musikaktivitäten zur jetzigen Nummer zwei der Weltrangliste fusioniert mit knapp 25 Prozent Marktanteil. Sony Music war im Jahre 2000 mit 420 Mitarbeitern nach Berlin gekommen. Heute sind es noch 230.

„Sony Music wird wohl Berlin verlassen“, bestätigte der Deutschland-Chef Balthasar Schramm dem Handelsblatt und ergänzte, „Auf jeden Fall werde ich aber Sony Music verlassen“. Am Abend folgte in frostigen Worten die Bestätigung durch Sony BMG Music: Balthasar Schramm sei mit sofortiger Wirkung als President Sony Music Entertainment GSA zurückgetreten. CEO Michael Smellie wünschte ihm für die „weiteren Herausforderungen alles Gute“. Schramm hatte seit Übernahme der Geschäftsführung Sony Music Deutschland zu einem der profitabelsten Unternehmen der Branche gemacht.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, dass das neue Unternehmen Sony BMG nach einem Umzug nach München nur noch knapp 300 Mitarbeiter haben werde und demnach ein Abbau von rund einem Drittel der Stellen anstehe. Als Deutschland-Statthalter werde BMG Deutschland President Maarten Steinkamp eingesetzt, der jetzt auch als Übergangschef benannt wurde. BMG-Sprecherin Katja Neese sagte, dass es noch keine definitive Entscheidung über die Standortfrage gebe und man sich Ende September dazu äußern wolle.

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