Nach abgewehrter Übernahme
Astra-Zeneca erhöht Gewinnprognose

Atempause für Astra-Zeneca: Vor zwei Monaten versuchte der US-Konzern Pfizer noch, den britischen Pharmariesen zu übernehmen. Jetzt legt Astra-Zeneca starke Quartalsergebnisse vor – und vergrößert den Abstand.
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LondonNach der erfolgreichen Abwehr des Übernahmeversuchs von US-Konkurrent Pfizer demonstriert der britische Pharmariese Astra-Zeneca auch im laufenden Geschäft Stärke. Der Konzern hob am Donnerstag seine Prognosen für 2014 an, nachdem das zweite Quartal deutlich besser lief als von Analysten erwartet. Eine Meilensteinzahlung ausgerechnet von Pfizer verschaffte Astra-Zeneca eine Atempause – denn eigentlich sorgen auslaufende Patente bei dem Konzern für sinkende Gewinne.

Im zweiten Quartal stieg der Gewinn jedoch um neun Prozent auf 796 Millionen Dollar, der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 6,45 Milliarden Dollar. „Wir sehen eine Dynamik bei unseren Produkten für Diabetes, Herzkreislauf- und Atemwegs-Erkrankungen und ein starkes Wachstum in den Schwellenländern“, erläuterte Vorstandschef Pascal Soriot. Astra-Zeneca erwartet für 2014 nun stabile Umsätze statt eines leichten Rückgang. Der operative Gewinn soll um eine niedrige zweistellige Rate sinken, nicht mehr um 13 bis 19 Prozent.

Im zweiten Quartal profitierte Großbritanniens zweitgrößter Pharmakonzern hinter Glaxo-Smithkline davon, dass das erste Nachahmerprodukt für sein populäres Mittel gegen Sodbrennen in den USA erst mit Verspätung auf den Markt kommt. Der indische Hersteller Ranbaxy Laboratories kämpft noch mit Problemen in der Produktion.

Astra-Zeneca erwartet die Konkurrenz für Nexium in den USA nun ab dem 1. Oktober. Außerdem erhielt der Konzern 200 Millionen Dollar von Pfizer, der eine rezeptfreie Version von Nexium im Mai auf den Markt brachte. Insofern seien die guten Zahlen im zweiten Quartal auch Einmaleffekten geschuldet, sagte Deutsche-Bank-Analyst Mark Clark.

Vor zwei Monaten war Pfizer mit seinem 118 Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebot für AstraZeneca gescheitert, auch am Widerstand des Managements des britischen Konzerns. Vorstandschef Soriot hatte immer wieder betont, dass Astra-Zeneca auch als eigenständiges Unternehmen eine Zukunft habe. Vor allem die Forschung und Entwicklung von Krebsmedikamenten gilt als vielversprechend.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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