Nach Achsbruch am Kölner Hauptbahnhof
Bahnchef räumt ICE-Herstellern Ultimatum ein

Bahnchef Hartmut Mehdorn setzt die ICE-Hersteller wegen ungelöster Achsprobleme unter Druck. Den Unternehmen Siemens, Alstom und Bombardier, die den ICE-3 produzieren, räumt er ein Ultimatum ein um für „Klarheit“ zu sorgen.

HB BERLIN. „Wenn die Achsen nicht die vereinbarten Laufleistungen erbringen, ist es Sache des Herstellers, hier für Abhilfe zu sorgen. Wir erwarten, dass die Industrie in den nächsten 14 Tagen endgültig für Klarheit sorgt“, sagte Mehdorn dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Der ICE-3 wird von einem Konsortium aus Siemens, Alstom und Bombardier produziert.

Nachdem ein ICE-3 nach einem Achsbruch im Juli am Kölner Hauptbahnhof entgleist war, hat das Eisenbahn-Bundesamt die Wartungsintervalle von 300.000 auf 30.000 Kilometer reduziert. Auch die Neigetechnik-Züge ICE-T werden verstärkt überprüft. Dadurch steht ein großer Teil der Flotte der Deutschen Bahn nicht ständig zur Verfügung.

Der „Spiegel“ berichtet, bei der Bahn gebe es nun Überlegungen, die jeweils 16 Antriebsachsen der 54 betroffenen ICE-3-Züge mit neuen Achsen auszustatten. Dies koste etwa 100.000 Euro pro Zug, die Achsen hätten allerdings nach Bahn-Einschätzung eine Lieferzeit von bis zu einem Jahr.

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