Nach Altana-Übernahme
Nycomed streicht 1 250 Jobs

Der dänische Arzneimittelhersteller Nycomed will im Zuge der Integration des übernommenen Pharmageschäfts von Altana weltweit bis zu 1 250 Stellen streichen. Das sind zehn Prozent aller Konzernbeschäftigten. Am schlimmsten trifft es Deutschland.

HB FRANKFURT. Der größte Teil des Stellenabbaus entfalle mit 930 Arbeitsplätzen auf Deutschland, teilte Nycomed am Mittwoch im dänischen Roskilde mit. Dort kämen die härtesten Einschnitte mit dem Wegfall von voraussichtlich 790 Stellen auf den Standort Konstanz zu, den Sitz der ehemaligen Firmenzentrale von Altana Pharma.

Betriebsbedingte Kündigungen seien unvermeidlich. „Es ist unser Ziel, die Maßnahmen so weit wie möglich sozialverträglich zu gestalten, indem wir Pensionierungen, natürliche Fluktuation und andere Möglichkeiten nutzen“, erklärte Alfred Goll, der bei Nycomed für die Verhandlungen mit den Arbeitnehmern in Deutschland zuständig ist.

Der Bad Homburger Altana-Konzern hatte 2006 seine Pharmasparte wegen schlechter Geschäftsaussichten für rund 4,6 Mrd. Euro an Nycomed verkauft. Der dänische Konzern sieht sich zu den Stellenstreichungen gezwungen, weil zum Ende des Jahrzehnts der Patentschutz für das übernommene Magenmittel Pantoprazol ausläuft und neue Altana-Medikamente mit ähnlichen Absatzaussichten nicht in Sicht sind.

Pantoprazol trägt nach Angaben des dänischen Unternehmens derzeit etwa 47 Prozent zum weltweiten Jahresumsatz von Nycomed bei. Im Bereich Forschung und Entwicklung, wo 585 Stellen wegfallen sollen, setzt der Konzern auch auf Allianzen. Nycomed wird im Zuge der Übernahme seinen Hauptsitz von Roskilde nach Zürich in der Schweiz verlegen.

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