Industrie

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Nach Amoklauf: US-Investor verkauft Waffenproduzenten

Nach dem Massaker an einer US-Schule mit 28 Toten trennt sich die Investment-Firma Cerberus Capital Management vom Waffenhersteller Freedom Group. Dieser stellt das Gewehr her, mit dem der Amokläufer seine Tat verübte.

Ein Colt AR-15 Gewehr hält ein Mann in einem Waffenladen in Atlanta. Quelle: dpa
Ein Colt AR-15 Gewehr hält ein Mann in einem Waffenladen in Atlanta. Quelle: dpa

Bangalore/New YorkNach dem Schulmassaker in Connecticut trennt sich der US-Finanzinvestor Cerberus Capital Management vom Waffenhersteller Freedom Group. Der Verkauf werde unverzüglich beginnen, teilte Cerberus am Dienstag mit. Der Finanzkonzern hatte den Waffenhersteller Bushmaster im Jahr 2006 gekauft und gemeinsam mit anderen Unternehmen in der Freedom Group aufgehen lassen.

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„Es ist nicht unsere Aufgabe, in die Debatte um Waffenkontrolle einzugreifen. Das ist Sache des Gesetzgebers“, erklärte das Unternehmen am Dienstag in New York. „Es gibt aber gleichwohl etwas, das wir als Unternehmen tun können. Deshalb haben wir umgehend einen Prozess eingeleitet, um uns von unserer Beteiligung an der Freedom Group zu trennen.“

Rüstungskonzerne

Zur Freedom Group gehören eine Reihe von Waffenherstellern, auch die Bushmaster Firearms International. Bushmaster stellt eine zivile Variante des Sturmgewehrs AR-15 her, das zwar nicht mit Dauerfeuer schießen kann, aber dennoch eine hohe Schussfolge ermöglicht. Mit einer solchen Waffe und zwei Pistolen war ein 20-Jähriger am Freitag in eine Schule eingedrungen und hatte sechs Erwachsene und 20 Kinder erschossen, bevor er sich selbst das Leben nahm.

Das Massaker sorgte in der ganzen Welt für Entsetzen und hat in den USA zu einer Diskussion über das Waffenrecht geführt. Cerberus steht unter Druck des kalifornischen Lehrerpensionsfonds CalSTRS, der mit Stand Ende März mehr als 750 Millionen Dollar bei dem Finanzinvestor angelegt hatte.

„Unsere Gedanken und unsere Gebete sind bei den Familien und der Stadt, die von diesem entsetzlichen Ereignis getroffen wurde“, hieß es bei Cerberus. Das Massaker sei ein Wendepunkt in der Debatte um Waffenkontrollen. Cerberus, 1992 vom Wall-Street-Händler Stephen Feinberg gegründet, kauft, saniert und verkauft Firmen. Die Gruppe übernahm 2007 von Daimler die Mehrheit an Chrysler und mischt in Deutschland bei Woolworth mit und hatte auch Interesse an Schlecker.

 

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