Nach Aufwertung des Franken: Leuchtenhersteller Zumtobel macht Verlust

Nach Aufwertung des Franken
Leuchtenhersteller Zumtobel macht Verlust

Der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel ist im dritten Geschäftsquartal in die Verlustzone gerutscht. Grund ist die Aufwertung des Schweizer Franken. Das Unternehmen hatte angekündigt, 600 Stellen zu streichen.
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WienDie Aufwertung des Schweizer Franken hat den österreichischen Leuchtenhersteller Zumtobel im dritten Geschäftsquartal tiefer in die Verlustzone gedrückt. Unter dem Strich stand von Anfang November bis Ende Januar ein Minus von 13,4 Millionen Euro nach einem Verlust von 6,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Grund dafür waren negative Effekte aus Sicherungsgeschäften in Schweizer Franken. Dieser hatte zu Jahresbeginn im Vergleich zum Euro massiv an Wert gewonnen, nachdem die Schweizer Notenbank ihren langjährigen Euro-Mindestkurs aufgegeben hatte. Analysten hatten damit offenbar nicht gerechnet und einen geringeren Verlust von durchschnittlich 4,7 Millionen Euro erwartet.

Zumtobel ist auf die Beleuchtung von Büros, Gebäuden, Supermärkten und Straßen spezialisiert. Der neue Vorstandschef – Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher – treibt bei dem Unternehmen ein umfangreiches Sparprogramm mit dem Abbau von 600 Arbeitsplätzen voran.

Im Zuge dessen schließt das Unternehmen auch Werke, wodurch zusätzliche Kosten anfallen. Im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 erwartet Zumtobel nun Sanierungskosten von 25 und nicht wie noch zuletzt von 20 Millionen Euro.

An seinen übrigen Zielen hält der Konzern fest: Der Umsatz soll 2014/15 um rund drei Prozent steigen und die bereinigte Ergebnismarge auf fünf bis sechs Prozent zulegen. Nach den ersten drei Quartalen lag sie bei 5,3 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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