Nach BASF-Einstieg
Statoil senkt Produktionsziel für 2013

Der norwegische Staatskonzern wird im kommenden Jahr nicht so viel Öl fördern wie geplant. Grund dafür ist das Geschäft mit der BASF-Tochter Wintershall, die in mehrere Förderprojekte Statoils eingestiegen ist.
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OsloDer norwegische Staatskonzern Statoil hat nach dem Einstieg der BASF-Tochter Wintershall in mehrere Förderprojekte sein Produktionsziel reduziert. Die Fördermenge werde in diesem Jahr noch bei etwa zwei Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag liegen, im nächsten Jahr dann aber geringer ausfallen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Bislang war für 2013 eine Förderung auf Vorjahresniveau geplant. Als Grund führte Statoil das Wintershall-Geschäft an.

Der Staatskonzern hatte erst zu Wochenbeginn mitgeteilt, die BASF-Tochter an drei bereits produzierenden Öl- und Gasfeldern in der Nordsee zu beteiligen. Deutschlands größter Öl- und Gasproduzent sicherte sich mit den Minderheitsanteilen den Zugriff auf lukrative Erdgasvorkommen in Norwegen. Im Gegenzug erhält Statoil bis zu 1,45 Milliarden Dollar.

Für das vergangene Quartal wies Statoil einen Rückgang des Betriebsgewinns um sieben Prozent auf 40 Milliarden Norwegische Kronen (umgerechnet rund 5,36 Milliarden Euro) aus. Dies lag rund zwei Milliarden Kronen unter den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Trotz der Delle im nächsten Jahr bekräftigte Statoil seine langfristigen Produktionsziele. So soll die Förderung bis 2020 auf 2,5 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag stiegen.

Norwegen ist mit rund 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr der größte westeuropäische Gasexporteur. Das Land ist zudem der weltweit achtgrößte Erdölexporteur. In den vergangenen Jahren hat sich Statoil dabei von einem rein regional ausgerichteten Unternehmen zu einem weltweit agierenden Ölkonzern entwickelt mit Förderprojekten rund um den Globus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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