Nach Chefwechsel bei Merck
Neuer Stil, alte Strategie

Der Wechsel an der Spitze der Darmstädter Merck KGaA sorgte am Mittwoch für Unruhe bei Investoren und brachte der Merck-Aktie Kursverluste von zeitweise mehr als fünf Prozent ein. Doch der Chemie- und Pharmakonzern wechselt lediglich die Führung, nicht aber den Kurs.

HB FRANKFURT. Externe Beobachter sehen wenig grundlegende Veränderungen bei dem Konzern. Der neue Firmenchef, der bisherige Vize Michael Römer, werde die strategischen Entscheidungen seines Vorgängers kaum revidieren – so die Erwartung. Allerdings könne sich die Berufung von Römer auf die begonnenen Veränderungen bei Merck auswirken: „Er wird wohl erst einmal etwas Tempo rausnehmen“, erwartet ein Kenner des Darmstädter Konzerns.

Völlig überraschend und ohne Angabe von Gründen hat sich der Gesellschafterausschuss der E. Merck OHG am Dienstagabend vom bisherigen Chef Bernhard Scheuble (52) „im gegenseitigen Einvernehmen“ getrennt und den 59-jährigen Michael Römer zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung ernannt. Die Gründerfamilie hält 73 Prozent an der börsennotierte Merck KGaA und kontrolliert den Konzern über die E. Merck OHG. Die Trennung von Scheuble erfolgte nach Informationen aus Unternehmenskreisen vor allem aufgrund persönlicher Differenzen.

Römer ist ein altgedienter Manager der Merck KGaA, er gilt als eher pragmatisch und traditionsbewusster – und verfügt offenbar über gute Drähte zur Familie. Im Gegensatz zu seinem ambitionierten Vorgänger steht er in dem Ruf, eher entspannt und kommunikativer an die Dinge heranzugehen.

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