Nach Conti
VW-Vorstand rechnet mit neuen Attacken durch Familienunternehmen

Aus Sicht von Volkswagens Finanzchef Hans Dieter Pötsch wird die Attacke des Familienunternehmens Schaeffler auf den Zulieferer Continental kein Einzelfall bleiben. "Es musste jedem klar sein, dass in einer Zeit, in der Aktienkurse ein solches Niveau erreichen, ein Einstieg hochattraktiv ist. Und es wird sicher noch mehr Fälle geben", sagte er.

DÜSSELDORF. Es sei sicher kein Zufall, dass einige der erfolgreichsten Unternehmen in der Automobilindustrie in Familienhand sind, sagte Pötsch. "Das hängt mit der Geschäftscharakteristik in unserer Branche zusammen. Wir müssen hohe Investitionen tätigen - dabei dauert es relativ lange, bis das Geld zurückverdient wird", ergänzte der VW-Vorstand.

Angesichts der Probleme sieht Pötsch einen Anker in Volkswagens Großaktionär Porsche. "Ich bin froh, dass wir uns in diesem schwierigen Marktumfeld nicht mit Verteidigungsstrategien auseinandersetzen müssen. Deshalb hat der VW-Vorstand immer den Einstieg von Porsche begrüßt. Es ist für uns ein Vorteil, dass wir uns voll auf die Herausforderungen des Marktes konzentrieren können."

Trotz hervorragender VW-Zahlen für das erste Halbjahr dürfte der Autokonzern angesichts der Rohstoffkosten die Preise für seine Fahrzeuge voraussichtlich bereits in den nächsten Monaten erhöhen. "Wir werden sehr wohl zu prüfen haben, ob wir einen ersten Schritt von Preisanpassungen noch in diesem Jahr machen werden", sagte Pötsch.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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