Nach Cordes verkaufen Smart-Boss Walker und Fuso-Manager Bölstler Anteile
Daimler-Manager versilbern Aktienoptionen

Nach dem spektakulären Aktiendeal des Mercedes-Chefs Eckhard Cordes haben weitere Topmanager von Daimler-Chrysler große Aktienpakete des Unternehmens veräußert.

hz FRANKFURT. Der Chef der Kleinwagenmarke Smart, Ulrich Walker, sowie der neue Boss der japanischen LKW-Tochter Fuso, Harald Bölstler, übten Aktienoptionen in größerem Umfange aus und trennten sich anschließend mit hohem Gewinn von den Wertpapieren. Das geht aus den meldepflichtigen Unterlagen über Aktiengeschäfte des Konzern-Managements hervor. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher wollte die Transaktionen auf Anfrage nicht kommentieren.

Die Geschäfte der Manager mit Konzernaktien lassen die Kritik an dem Optionsprogramm von Daimler-Chrysler lauter werden. Zugleich schüren die Verkäufe Spekulationen, dass sich weitere Neubesetzungen von Toppositionen im Konzern anbahnen könnten.

Wie aus der Pflichtmitteilung hervorgeht, machte Smart-Chef Walker bereits am Freitag und damit am selben Tag wie Cordes von der Möglichkeit Gebrauch, die Aktien billig zu kaufen und gleich wieder zu veräußern. Walker trennte sich von 20 000 Papieren und verdiente durch dieses Geschäft knapp 113 000 Euro. Diesen Betrag müssen er und seine Kollegen allerdings noch versteuern.

Fuso-Chef Bölstler verkaufte erst am Montag ein Paket von 10 000 Papieren und erzielte damit einen Profit von rund 61 000 Euro. Auch Günter Egle, Leiter Global Service & Parts bei Daimler-Chrysler, Wolfgang Diez, Leiter des Geschäftsbereichs Omnibusse, und Daimler-Chefcontroller Herbert Kauffmann verkauften Pakete zwischen 15 000 und 20 000 Aktien.

Branchenkenner bezeichneten den Vorgang zumindest als ungewöhnlich. Es sei kein gutes Zeichen, wenn sich führende Manager eines Unternehmens derart massiv an ihren Anteilen trennen würden, sagte ein Analyst, der nicht mit Namen zitiert werden wollte. Das lade zu Spekulationen ein. „Entweder kennen sie bereits neue Probleme bei Daimler, von denen die Öffentlichkeit noch nicht weiß“, sagte der Analyst. „Oder da treffen bereits weitere Topmanager aus Angst vor einem baldigen Abgang Vorsorge.“

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