Nach dem Blackout
US-Autobauer nehmen Produktion wieder auf

Nach dem größten Stromausfall in der Geschichte der USA wollten die drei großen Autohersteller dort am Montag die Produktion in den meisten ihrer mehr als 50 lahm gelegten Werke wieder aufnehmen. Die betroffenen 14 Chrysler-Werke würden bis auf eins wieder hochgefahren, kündigte die Daimler-Chrysler-Tochter am Sonntagabend an.

Reuters DETROIT. In Kanada seien zwei Werke von der Anordnung der Regierung an Industriekunden betroffen, den Energieverbrauch auf 50 % zu reduzieren. Das Werk in Windsor - unmittelbar gegenüber von Detroit jenseits der Landesgrenze - bleibe daher geschlossen, das Werk in Etobicoke werde mit halber Leistung arbeiten. Insgesamt waren 14 der 31 Werke des Unternehmens in Nordamerika lahm gelegt. Die durch den Atomausfall verursachten Kosten lassen sich nach Chrysler-Angaben noch nicht abschätzen.

Von dem Ausfall waren rund 50 Mill. Menschen betroffen. Die Ursache ist weiter unklar. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Fehler in drei Hochspannungsleitungen im US-Bundesstaat Ohio.

Beim weltgrößten Automobilkonzern General Motors waren 17 Werke von dem Stromausfall betroffen. Mit Ausnahme einer neuen Produktionsstätte in Kanada sollten alle Werke am Montag wieder den Betrieb aufnehmen. Der zweitgrößte Automobilkonzern Ford Motor hoffte, die meisten der 23 Werksstandorte wieder hochfahren zu können, die durch den Stromausfall ausgefallen waren. Der Konzern wies jedoch ebenfalls darauf hin, dass die Behörden in einigen Regionen und insbesondere in Kanada eine langsame Aufnahme der Produktion angeordnet hätten.

Die Konzerne äußerten sich zuversichtlich, die Ausfälle in der Produktion wieder wett zu machen. „Wir haben sicherlich die Fähigkeit, viele dieser Einheiten nachzuholen“, sagte Dan Flores von General Motors. Ford teilte mit, es werde wohl bis Ende des Jahres dauern, bis die Produktionsausfälle aufgeholt würden.

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