Nach dem Jahrhunder-Beben
Lage in Atomkraftwerken kritisch

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Düsseldorf/TokioNach dem Jahrhundert-Erdbeben mit einer gewaltigen Tsunami-Flutwelle droht Japan jetzt eine radioaktive Verseuchung.

In der im Nordosten gelegenen Region um die Atomkraftwerke Fukushima 1 und 2 war am Samstagmorgen der atomare Notstand ausgerufen worden, nachdem die Kühlsysteme ausgefallen waren. Die Regierung in Tokio kam zu einer Krisensitzung zusammen und ordnete in weitem Umkreis der Atomkraftwerke Evakuierungen an, um die Bevölkerung in Sicherheit zu bringen.

Die Generatoren des Werks 1, die unter anderem das Kühlsystem mit Energie versorgen sollen, waren am Freitag durch den Tsunami zerstört worden. In der Nacht zum Samstag fiel dann auch in drei Reaktoren des rund zwölf Kilometer entfernten Werks 2 das Kühlsystem aus, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft berichtete.

In beiden Werken drohte damit nach Einschätzung von Experten der Austritt von Radioaktivität und im äußersten Fall eine Kernschmelze. Daher ordnete die Regierung an, den Druck in den Reaktorgebäuden kontrolliert abzulassen. Im Kontrollraum des Kraftwerks Fukushima 1 sei die radioaktive Strahlung auf das tausendfache des normalen Werts gestiegen, berichtete Kyodo unter Berufung auf die nationale Atomsicherheitsbehörde. Es könne auch Radioaktivität aus der Anlage ausgetreten sein. Nahe dem Haupttor der Anlage sei eine achtmal so hohe Radioaktivität wie normalerweise gemessen worden.

Um Druck von dem Reaktor zu nehmen, sollte kontrolliert Dampf abgelassen werden, teilte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien mit. Dieser Dampf werde gefiltert, um die Radioaktivität nicht in die Umwelt entweichen zu lassen, hieß es unter Berufung auf japanische Angaben. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass dabei keine Radioaktivität freigesetzt werde.

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Kommentare zu " Nach dem Jahrhunder-Beben: Lage in Atomkraftwerken kritisch "

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  • Heißt dieser Impfstoff Einsteinium?
    Nee, die Asiaten machen das anders. Sie bedienen sich einer Pilzart, die nur in Asien beheimatet ist. Das läßt sich nicht so einfach nachbauen. Man muß den Pilz haben!

  • An:
    Fkhau

    Bei dem Thema „Abwrackprämie“ und E10 rennen sie bei mir offene Türen ein. Brasilien verwendet seit vielen Jahren so genannte Biotreibstoffe (Alkohol). Der Grund war nicht die Ökologie sondern reine Ökonomische Gründe (Devisenknappheit).

    Warum haben wir keinen 100 Prozentigen Ethanol angeboten?

    Die Umrüstung der Fahrzeuge hätten wir steuerlich begünstigt!

    Erinnern wir uns doch an die Umrüstung mit Katalysatoren.

    Die Zuckerrübenbauern hätten einen neuen Absatzmarkt erhalten und die fehlenden Mengen kann man aus Kamerun, Togo, Tansania beziehen.
    (Monokulturen sind zu vermeiden)

    Diese Produkte wären unter dem Dach von „Raiffeisen“ gut aufgehoben gewesen, als das E10 bei Amerikanischen und Englischen Mineralölkonzernen (Shell, PB „Aral“, Esso, etc.)

    Das wäre ein zusätzlicher Treibstoff gewesen!

  • An: Neutrino2011

    Guten Morgen, wird dieses Produkt von „Cleveland Biolabs“ auf Jodbasis entwickelt?

    Thema: Anreicherung von Radioaktiven Isotopen im menschlichen Körper.

    Haben sie weitergehende Informationen?

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