Nach dem riesigen Verlust im vergangenen Jahr: Bayer kehrt in die Gewinnzone zurück

Nach dem riesigen Verlust im vergangenen Jahr
Bayer kehrt in die Gewinnzone zurück

Der Chemie und Pharmakonzern Bayer ist 2004 dank Sparmaßnahmen und einer kräftigen Belebung der Geschäfte in die Gewinnzone zurückgekehrt. Seinen Aktionären will der Konzern eine um fünf Cent erhöhte Dividende zahlen.

HB FRANKFURT. Bayer habe vergangenes Jahr unter dem Strich 603 Millionen Euro verdient, teilte der Leverkusener Traditionskonzern am Mittwoch mit. Im Jahr zuvor hatte Bayer im Zuge seiner Neuausrichtung noch mit 1,36 Milliarden Euro den größten Verlust seiner Firmengeschichte geschrieben. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sonderposten nahm 2004 um 53,1 Prozent auf 2,244 Milliarden Euro zu. "Wir haben unsere Umsatz- und Ergebnisziele übertroffen und unseren Konzern erfolgreich neu ausgerichtet", sagte Vorstandschef Werner Wenning. Der Konzernumsatz legte vergangenes Jahr um 4,2 Prozent auf 29,758 Milliarden Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt für das vergangene Jahr mit einem Überschuss von 609 Millionen Euro sowie mit einem Ebit vor Sonderposten von 2,212 Milliarden Euro gerechnet. Einen Geschäftsausblick für das laufende Jahr legte Bayer nicht vor.

Seinen Aktionären stellte der Bayer-Vorstand für 2004 eine angehobene Dividende von 55 (2003: 50) Cent in Aussicht. Im vorbörslichen Handel lag die Bayer-Aktie nach der Mitteilung ein Prozent im Minus. Händler sagten, die nur geringe Anhebung der Dividende habe enttäuscht. Die Dividendenerhöhung ist die erste seit dem Lipobay-Debakel 2001. Damals hatten die Leverkusener erstmals seit neun Jahren eine Kürzung der Dividende von damals 1,40 auf 0,90 Euro beschlossen.

Bayer hatte sich in den vergangenen drei Jahren einem umfangreichen Konzernumbau unterzogen, um sich auf Geschäfte zu konzentrieren, in denen der Vorstand starkes Wachstum erwartet. Die Neuausrichtung hatte Bayer kürzlich mit der Abspaltung der Chemiegesellschaft Lanxess abgeschlossen. Dabei hatte sich der Konzern vom Großteil seiner Chemiegeschäfte und von etwa einem Drittel seiner Kunststoffgeschäfte getrennt.

Weitere Einzelheiten zum Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr will Bayer auf der Bilanzpressekonferenz am 15. März nennen.

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