Nach dem Tod von zwei Kindern
Entschädigung wegen fehlerhafter Babynahrung

Wegen fehlerhafter Babynahrung haben sich die Hersteller mit Eltern in Israel fast ein Jahr nach dem Tod zweier israelischer Säuglinge auf Entschädigung geeinigt.

HB TEL AVIV/DÜSSELDORF. Das Zweite Israelische Fernsehen meldete am Samstagabend, 17 Familien sollten von der deutschen Firma Humana und dem israelischen Partnerunternehmen Remedia bis zu 100 Millionen Schekel (18,5 Millionen Euro) Kompensation erhalten. Die Firma aus Herford und ihr israelischer Importpartner hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Von Humana war am Sonntag dazu keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Vater eines wegen Mangelernährung geschädigten Mädchens sagte am Sonntag im Rundfunk, sein Kind sei gesund geboren worden. Das Geld sei wirklich nicht wichtig, wenn seine Tochter nur wieder gesund würde. „Wir fühlen mit den Familien“, sagte der Remedia-Inhaber Mosche Miller dem Fernsehsender. „Wir wissen, dass die finanzielle Regelung, so umfassend sie auch sein wird, dem Leid der Familien nicht abhilft. Dessen werden wir uns immer bewusst sein.“

Im vergangenen Jahr waren in Israel zwei Babys nach ausschließlicher Ernährung mit Sojamilch gestorben, mehr als Dutzend weitere erlitten gesundheitliche Schäden. Humana hatte eingeräumt, dass die Exportware für den israelischen Markt wegen einer Pannenserie zu wenig Vitamin B 1 enthielt. Das israelische Gesundheitsministerium hatte den Geschäftsleitungen von Remedia und Humana vorgeworfen, die Rezeptur des Produkts geändert zu haben, ohne das Ministerium zu informieren.

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