Nach der Abwrackprämie
Deutsche fahren zum Autokauf nach Polen

Autoland Polen. Immer mehr Deutsche kaufen laut der Studie einer Unternehmensberatung ein neues Auto lieber in Polen als in Deutschland. Grund: die polnische Währung. Die hat nämlich gegenüber dem Euro deutlich an Wert verloren.

HB WARSCHAU. Dank des günstigen Zlotys und der Abwrackprämie kaufen Deutsche neue Autos verstärkt im Nachbarland Polen. Jeder zehnte Neuwagen werde inzwischen von Deutschen geordert, teilte die Unternehmensberatung Deloitte am Donnerstag in Warschau mit. Da die polnische Währung seit dem Sommer 2008 gut ein Drittel ihres Wertes gegenüber dem Euro verloren habe, seien die gleichen Autos in Polen deutlich billiger als in Deutschland.

Grund für die verstärkten Neuanschaffungen ist die Abwrackprämie in Deutschland, bei der jeder 2500 Euro erhält, der sein über neun Jahre altes Auto verschrotten lässt. Da ein Ersatzfahrzeug aber nicht zwingend in Deutschland gekauft werden muss, fahren viele über die Grenze. "Es ist nicht klar, wie lange das anhält, aber nach den letzten Informationen zu urteilen, könnte es bis September andauern", sagte Przemyslaw Kromer von Deloitte zu Reuters.

Im ersten Quartal ist der Autoabsatz in Polen des Instituts Samar zufolge um 1,2 Prozent auf knapp 88 000 Fahrzeuge angestiegen. Auch Slowaken kaufen wegen der Währungsvorteile zunehmend in Polen. Einige der großen Autobauer wie Fiat, Ford, die Opel-Mutter GM und Volkswagen lassen in Polen produzieren.

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