Nach der Katastrophe
Toyota hebt Gewinnprognose an

Nach der Tsunamikatastrophe macht der japanische Autohersteller deutliche Verluste. Doch der Konzern erholt sich schneller als zunächst befürchtet.
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TokioWer hätte gedacht, dass es einmal soweit kommt. Toyota, der Stolz der japanischen Autoindustrie, sucht sein Heil nicht mehr in Europa oder den USA, sondern in einem Land wie Indonesien. Die Gewinn- und Verkaufszahlen für das erste Quartal sehen so frustrierend aus, dass Toyota-Manager Takahiko Ijichi das Schwellenland bei der Präsentation der Daten an die Spitze seiner Hoffnungsträger setzen musste. Im Japan- und Nordamerika-Geschäft seien die Effekte des Erdbebens erheblich zu spüren gewesen, sagte Ijichi. In Asien aber, trotz der Naturkatastrophe, habe man die Verkaufszahlen des letzten Jahres halten können, „in Ländern, angeführt von Indonesien.“

Immerhin ließ Ijichi den Anteilseignern des Konzern aber auch eine Aufmunterung zuteil werden. Das Unternehmen erholt sich offenbar schneller von den Folgen des Erdbebens als zuerst angenommen. Toyota erhöhte die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. März 2012 endet, um 39 Prozent. Der Nettogewinn soll nun am Ende 390 Milliarden Yen betragen, im Gegensatz zu der früheren Voraussage von 280 Milliarden Yen. Und auch die Verkaufszahlen sollen noch einmal gesteigert werden, von bisher geplanten 7,24 Millionen auf 7,6 Millionen. Marktbeobachter zeigten sich positiv überrascht.

Die Zahlen für die Monate April bis Juli sehen allerdings verheerend aus. Der Nettoertrag in dieser Zeit stürzte von 190,4 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum auf gerade noch 1,1 Milliarden Yen. Der Betriebsgewinn landete im Minus. Dazu trägt jedoch nicht nur der teilweise Zusammenbruch der Lieferkette aus dem Nordosten Japans bei. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März waren dort auch mehrere Toyota-Fabriken und vor allem ein erheblicher Teil der weltweit wichtigen Zulieferindustrie zum Erliegen gekommen.

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