Nach der Trennung von Daimler
„The New Chrysler“

Pentastar statt Mercedes-Stern: Nach der Trennung der Autokonzerne Daimler und Chrysler wird sich das amerikanische Unternehmen ab Montag als „The New Chrysler“ präsentieren. Die amerikanische Auto-Ikone soll in neuem Glanz erstrahlen, der Beobachtung durch die weltweiten Finanzmärkte wird sich Chrysler allerdings entziehen.

HB AUBURN HILLS. Statt des Mercedes-Sterns wird der traditionsreiche amerikanische Autokonzern wieder auf seinen fünfzackigen Stern, den „Pentastar“ als Firmensymbol zurückgreifen. Dies hat Chrysler am Freitag in Auburn Hills bei Detroit bekannt gegeben. Der dritte US-Autohersteller hatte sich nach fast einem Jahrzehnt unter Kontrolle von Daimler-Chrysler getrennt. Die Übernahme von 80,1 Prozent der Anteile für 7,4 Mrd. Dollar durch die US- Investmentfirma Cerberus Capital Management LP war am Freitag endgültig besiegelt worden. Die Stuttgarter, die sich in Daimler AG umbenennen wollen, behalten die Restbeteiligung von 19,1 Prozent.

Chrysler wird als Cerberus-Tochter nicht an der Börse notiert. Das Unternehmen wird sich damit auch nicht ständig unter der Wall-Street- und Aktionärs-Lupe befinden. Das Unternehmen kann so längerfristig handeln, um das notleidende nordamerikanische Geschäft zu sanieren und um das bisher bescheidene Auslandsgeschäft auszubauen.

Der neue Chrysler-Besitzer Cerberus ist einer der weltgrößten Privatinvestoren. Die 1992 gegründete Investmentfirma mit Sitz in New York verwaltet rund 25 Mrd. Dollar Vermögenswerte. „Die heimische Autoindustrie ist seit Generationen das Rückgrat unserer Nation gewesen, und heute ist das nicht anders“, erklärte der Cerberus-Verwaltungsratsvorsitzende John Snow. Cerberus wolle die amerikanische Auto-Ikone wieder auf den Weg in die Gewinnzone bringen und ihr zum langfristigen Erfolg verhelfen, betonte Snow.

Bisher hat Cerberus noch nicht bekanntgegeben, ob der ehemalige Daimler-, Chrysler- und Volkswagen-Manager Wolfgang Bernhard Verwaltungsratsvorsitzender von Chrysler wird. Bernhard hatte als Cerberus-Berater bei der Chrysler-Übernahme aktiv mitgewirkt. „Mit Abschluss der Transaktion können wir jetzt alle unsere Anstrengungen auf das Tagesgeschäft konzentrieren“, erklärte Chrysler-Präsident und Unternehmenschef Tom LaSorda. Chrysler könne jetzt schnell auf die Kundenbedürfnisse reagieren.

„Wir haben die Unterstützung von zwei soliden Partnern, Cerberus und Daimler“, betonte er. Dies gebe Chrysler den starken finanziellen Rückhalt und die Mittel, die für den langfristigen Erfolg des Unternehmens benötigt würden. Die Gemeinschaftsprojekte zwischen beiden Unternehmen würden fortgesetzt, betonte Chrysler. Chrysler hatte im vergangenen Jahr rund 2,6 Mill. Autos verkauft.

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