Nach der Übernahme
VW-Betriebsratschef: Kontrolle durch Porsche gefährdet Jobs

Der Kampf zwischen dem VW-Betriebsrat und dem Porsche-Vorstand geht weiter. Nach der Mehrheitsübernahme durch den Sportwagenbauer will Betriebsratchef Bernd Osterloh gegen eine Beherrschung durch Porsche kämpfen. Er sieht Standorte und Jobs in Gefahr.
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HB DÜSSELDORF. Porsche strebe einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit Volkswagen (VW) an, sagte Osterloh. Das sei aber eine Gefahr für Jobs beim Wolfsburger Autobauer. "Für uns als Arbeitnehmer ist es wichtig, dass die Entscheidungen für den Volkswagen-Konzern auch künftig in Wolfsburg fallen. Insbesondere wollen wir, dass die Weichenstellungen für Investitionen und Modelle im Aufsichtsrat von Volkswagen fallen."

Porsche hatte am 5. Januar 2009 die Mehrheit an VW übernommen. Die Beteiligung stieg auf 50,76 Prozent der Stammaktien. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte bereits angekündigt, der Stuttgarter Sportwagenbauer wolle den Anteil 2009 auf 75 Prozent hochschrauben. Dies würde grundsätzlich einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag ermöglichen, allerdings steht dagegen noch das VW-Gesetz.

"Wenn Porsche einen Beherrschungsvertrag abschließen würde, dann würden wichtige Entscheidungen in Zukunft in Zuffenhausen getroffen", kritisierte Osterloh. "Unter anderem könnte man auch die Vorgaben des VW-Gesetzes zur Errichtung und Verlegung von Standorten aushebeln. Das wäre eine Gefahr für die Beschäftigungssicherung."

Das Verhältnis zum Porsche-Vorstand, das in der Vergangenheit angespannt war, habe sich gebessert. "In den vergangenen Wochen war die Zusammenarbeit konstruktiv. Wir wollen das von unserer Seite so fortsetzen."

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