Nach Entscheidung der Kartellbehörde
Integration von Phoenix in Continental vermutlich ab 2005

Nach der Zustimmung der EU-Kommission zur Übernahme des Unternehmens durch den größeren Konkurrenten Continental rechnet der Autozulieferer Phoenix Anfang 2005 mit dem Beginn der Integration.

HB HAMBURG. Phoenix bekräftigte, im Gesamtjahr 2004, das Vorjahresergebnis zu übertreffen. Mit der Entscheidung der Kartellbehörde werde bis spätestens 29. Oktober gerechnet, sagte Phoenix-Vorstandssprecher Meinhard Liebing am Freitag auf der Hauptversammlung in Hamburg. Die außerordentliche Hauptversammlung zum Beschluss der nächsten Schritte solle voraussichtlich für Mitte Dezember 2004 einberufen werden. Die Integration von Phoenix in die Conti-Tochter ContiTech könne dann Anfang 2005 beginnen.

Sowohl Liebing als auch der mit rund 22 % größte Einzelaktionär von Phoenix, der Textilunternehmer Claas Daun, betonten, dass die Übernahme erst mit der Zustimmung der Kartellbehörden abgeschlossen sei. Der Reifenhersteller und Autozulieferer Conti will Phoenix für knapp 230 Mill. Euro übernehmen und nach Verschmelzung mit seiner Tochter Conti-Tech zu einem der weltweit führenden Anbieter von Kautschuk- und Kunststofftechnologie in der Zuliefererbranche machen. In einem Reuters-Interview hatte Conti-Chef Manfred Wennemer nach der erfolgreichen Integration einen Börsengang von Conti-Tech nicht ausgeschlossen.

Nachdem Conti Ende Juni die erforderliche Dreiviertelmehrheit von 75 % an Phoenix erreicht hatte, hatte die EU-Kommission eine eingehende Prüfung der Übernahme angekündigt. Die Kartellwächter befürchten, dass Conti eine marktbeherrschende Stellung bei Förderbändern und bestimmten Filtergurten erlangen könnte.

Die im SDax gelistete Phoenix bekräftige am Freitag zudem, im Gesamtjahr 2004 das Vorjahresergebnis zu übertreffen. „Mit dem starken ersten Halbjahr im Rücken, sieht sich Phoenix im Hinblick auf das gesamte Geschäftsjahr 2004 bestätigt, die Vorjahreszahlen im Umsatz als auch Ergebnis deutlich zu übertreffen“, hieß es. 2003 hatte Phoenix nach zwei Verlustjahren und der Restrukturierung auf Konzernebene die Gewinnzone geschafft.

Der Jahresüberschuss betrug 5,5 Mill. Euro nach einem Verlust von 7,4 Mill. Euro ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis war um knapp zehn Prozent auf 35,5 Mill. Euro und der Umsatz um 1,9 % auf 1,15 Mrd. Euro gewachsen. Im zweiten Quartal erzielte Phoenix Angaben vom Freitag zufolge einen Umsatz von 250 Millionen Euro. Der Überschuss liege über den im ersten Quartal verdienten 7,6 (Vorjahr: 0,8) Mill. Euro. Die Netto-Verschuldung ging auf 275 Euro leicht zurück. Der Kurs der Phoenix-Aktie lag am Mittag mit 0,56 % im Minus bei 15,85 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%