Nach Ergebnissen einer Darmkrebsstudie
Merck muss Blockbuster vom Markt nehmen

Schwerer Schlag für Merck & Co.: Nach den Ergebnissen einer neuen Studie hat der US-Pharmakonzern das Arthritis-Medikament Vioxx, mit dem das Unternehmen einen Jahresumsatz in Milliardenhöhe macht, am Donnerstag weltweit vom Markt genommen.

HB NEW YORK. Hintergrund sind erhöhte Risiken von Herzattacken und Schlaganfällen. Dies hat Merck am Donnerstag bekannt gegeben. Die Aktie brach daraufhin im außerbörslichen Handel um rund 20 % ein.

Das Medikament ist ein so genannter Blockbuster und brachte es als solcher im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 2,5 Mrd. Dollar. Der Stopp wird den Gewinn deutlich reduzieren. Das Medikament wurde in 80 Ländern vertrieben und in einigen Ländern auch unter dem Namen Ceoxx offeriert. Das Medikament mit dem Wirkstoff Rofecoxib ist in Deutschland als Suspension und Tablette beispielsweise zum Einsatz gegen Arthrose und rheumatoide Arthritis zugelassen.

Merck begründete den Rückzug des Medikaments mit einer dreijährigen Darmkrebsstudie bei der festgestellt worden war, dass es bei der Einnahme von Vioxx nach 18 Monaten bei den Studienteilnehmern relativ erhöhte Risiken für Herzkreislauf-Zwischenfälle wie Herzattacken und Schlaganfälle gegeben habe. Die Studie habe Vioxx bei der Vorbeugung gegen ein erneutes Auftreten von Darmpolypen untersucht. Dabei sei eine Standarddosierung von 25 Milligramm herangezogen worden, teilte Merck mit. Derartige Darmpolypen können zu Krebs führen.

Eine Studie der US-Gesundheitsbehörde war unlängst zu dem Ergebnis gekommen, dass bei Patienten, die Vioxx einnehmen, das Risiko für Herzanfälle um 50 % größer sei, als bei solchen, die das vergleichbare Medikament Celebrex des Wettbewerbers Pfizer einnahmen. Die Pfizer-Aktie legte nach der Merck-Mitteilung im außerbörslichen Handel mehr als fünf Prozent zu.

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