Nach Gewinneinbruch
Dassault hofft auf Rafale-Export

Bei Dassault Aviation läuft es derzeit nicht rund: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat einen Gewinneinbruch um 8,5 Prozent hinnehmen müssen. Hoffnung macht der geplante Verkauf von Rafale-Kampfflugzeugen an Indien.
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Saint-CloudDer Luftfahrt- und Rüstungskonzern Dassault Aviation hat im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch um 8,5 Prozent auf 459,45 Millionen Euro hinnehmen müssen. Die Aufträge legten zwar um 25 Prozent auf 4,16 Milliarden Euro zu, davon fast drei Viertel für den Export, wie das Unternehmen am Donnerstag in Saint-Cloud bei Paris mitteilte. Die konsolidierte Auftragslage, also abzüglich Stornierungen, brachte aber ein Minus um acht Prozent auf insgesamt 7,37 Milliarden Euro. Der Konzern zeigte sich zuversichtlich, dass ein geplantes Geschäft zum Verkauf von Rafale-Kampfflugzeugen an Indien zustande kommt.

Dassault Aviation verkauft zivile Geschäftsflugzeuge wie die Falcon genauso wie militärische Kampfjets. Konzernchef Eric Trappier sprach davon, dass die Verhandlungen zum Vertrag mit Indien über den Kauf der Rafale in der Schlussphase seien. Es wäre das erste Mal, dass Dassault das Kampfflugzeug dann exportiert. Die Rafale wird seit 2004 von der französischen Armee genutzt und kam bei den Militärinterventionen in Afghanistan, Libyen und Mali zum Einsatz.

Hauptanteilseigner von Dassault Aviation ist die Familie Dassault, darunter der 88-jährige Serge Dassault. Der konservative Senator ist derzeit in eine Affäre um den Kauf von Wählerstimmen in der Pariser Vorstadt Corbeil-Essonnes verwickelt, wo er zeitweise Bürgermeister war. Die Justiz verschob jedoch eine für Donnerstag geplante Vernehmung des Multi-Milliardärs, wie es in Dassaults Umfeld hieß. Diese Vernehmung könnte zur Eröffnung eines formellen Ermittlungsverfahrens führen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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