Nach Gewinneinbruch Wacker-Aktionäre müssen bluten

Beim Spezialchemiekonzern Wacher Chemie ist der Gewinn im vergangenen Jahr um 70 Prozent eingebrochen. Die Dividende wird um fast drei Viertel gekürzt. Auch das laufende Jahr verspricht keine Besserung.
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Firmenzentrale der Wacker Chemie AG in München. Der Gewinn Wackers ist um 70 Prozent eingebrochen. Quelle: dpa

Firmenzentrale der Wacker Chemie AG in München. Der Gewinn Wackers ist um 70 Prozent eingebrochen.

(Foto: dpa)

MünchenDer Gewinneinbruch des Spezialchemiekonzerns Wacker trifft auch dessen Aktionäre. Die Münchner wollen die Dividende auf 0,60 Euro von 2,20 Euro je Aktie im Vorjahr kürzen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Wegen des Preisverfalls von hochreinem Silizium, dem Ausgangsstoff der Solar- und Halbleiterindustrie, war der Wacker-Gewinn im vergangenen Jahr um 70 Prozent auf 106,8 Millionen Euro eingebrochen. Die geringere Ausschüttung bekommt vor allem Aufsichtsratschef Peter-Alexander Wacker zu spüren, der mit seiner Familie rund zwei Drittel der Anteile hält.

Für das laufende Geschäftsjahr zeigten sich die Oberbayern vorsichtig. Der Umsatz werde auf dem Vorjahresniveau von rund 4,6 Milliarden Euro stagnieren, sagte Wacker-Chef Rudolf Staudigl voraus. Das operative Ergebnis (Ebitda) werde aber angesichts der niedrigen Marktpreise für das einst heiß begehrte Polysilizium weiter schrumpfen.

Mit seinen Investitionen wird Wacker vorsichtiger: „Die Investitionssumme wird in den nächsten beiden Jahren dynamisch gesteuert und entsprechend der Ertragskraft angepasst“, sagte Finanzvorstand Joachim Rauhut. Im laufenden Jahr will Wacker knapp 600 Millionen Euro in seine Technik stecken, rund die Hälfte des Vorjahreswerts. Den Aufbau des neuen US-Werks wird das Unternehmen laut Rauhut nicht vollständig aus der Tageskasse stemmen können. Die Verschuldung solle aber 2013 nicht über eine Milliarde Euro hinausgehen.

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