Nach Gewinnsprung: Aurubis dämpft die Erwartungen

Nach Gewinnsprung
Aurubis dämpft die Erwartungen

Das erste Quartal des Geschäftsjahres war für Europas größte Kupferhütte herausragend. Es wird sich aber nicht wiederholen - so die Einschätzung des MDax-Konzerns. Zu hohen Erwartungen versetzte dessen Chef einen Dämpfer.
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HamburgEuropas größte Kupferhütte Aurubis rechnet nach einem Gewinnsprung zu Geschäftsjahresbeginn vorerst nicht mit weiteren Zuwächsen. „Aktuell erwarten wir nicht, dass sich die Ergebnislage des sehr guten ersten Quartals so fortsetzen wird“, teilte der im MDax gelistete Hamburger Konzern am Dienstag mit.

Von Oktober bis Dezember sprang der Konzernüberschuss um 40 Prozent auf 136 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr stellte Vorstandschef Peter Willbrandt „zufriedenstellendes Ergebnis“ in Aussicht. „Wir können aufgrund der derzeitigen konjunkturellen Unsicherheiten nicht davon ausgehen, das sehr gute Vorjahresergebnis wieder zu erreichen“, erläuterte er.

Aurubis hatte bereits nach dem im September abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 die Erwartungen gedämpft. Im vergangenen Jahr hatte Aurubis kräftig am Aufschwung verdient. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 profitierte der Konzern, der in der Kathodenproduktion weltweit hinter der staatlichen Codelco aus Chile liegt und an dem der zweitgrößte deutsche Stahlkocher Salzgitter maßgeblich beteiligt ist, von höheren Schmelzlöhnen und Schwefelsäurepreisen. Daneben ließen höhere Raffinerielöhne in der Verarbeitung von Altkupfer die Gewinne steigen - Aurubis ist Europas größter Kupferrecycler.

Dagegen fragten die Abnehmer aus der Automobil- und Elektronikindustrie wegen der unsicheren Konjunktur weniger Kupferprodukte nach. Der Umsatz kletterte wegen der im vergangenen Jahr übernommenen Walzproduktsparte von Luvata um 15 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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