Nach Gewinnsprung
Bilfinger Berger erhöht Dividende kräftig

Der zweitgrößte deutsche Baukonzern Bilfinger Berger will nach einem Gewinnsprung 2007 die Dividende kräftig erhöhen. Für das vergangene Jahr konnte das Unternehmen drei Rekorde präsentieren.

dpa-afx MANNHEIM. Der Überschuss sei insbesondere dank eines florierenden Dienstleistungsgeschäfts auf 134 (Vorjahr: 92) Mill. Euro geklettert, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Dienstag nach vorläufigen Berechnungen in Mannheim mit. Die Dividende soll vor diesem Hintergrund kräftig steigen. Der Vorstand wolle der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividende um 44 Prozent auf 1,80 (1,25) Euro je Aktie zu erhöhen. Auch für das laufende Jahr zeigte sich die Gesellschaft optimistisch.

Am Finanzmarkt war die Reaktion positiv. "Die Zahlen sind besser als erwartet ausgefallen", sagte ein Händler in einer ersten Reaktion. Auch die Dividendenerhöhung stimme positiv. Analyst Ingbert Faust von equinet sprach in einer ersten Reaktion von "starken Ergebnissen". Sie seien sowohl im Vergleich mit seinen eigenen Prognosen als auch den Durchschnittserwartungen überraschend gut ausgefallen. Die Aktien legte mit einem Plus von 2,67 Prozent auf 42,35 Euro stärker zu als der MDax, der sich um 1,59 Prozent auf 8 696 Punkte erhöhte.

Bauleistung, Auftragseingang und Auftragsbestand erreichten im vergangenen Jahr neue Rekordstände. Dabei kletterte die Bauleistung um 16 Prozent auf 9,222 Mrd. Euro. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Experten hatten im Schnitt bei einer Leistung von 9,153 Mrd. Euro mit einem Gewinn von 128 Mill. Euro gerechnet. Der Auftragseingang erhöhte sich um 13 Prozent auf 11,275 Mrd. Euro. Dazu trugen vor allem neue Großaufträge im Baugeschäft und das starke Wachstum der Dienstleistungen bei, hieß es. Der Auftragsbestand erhöhte sich um 23 Prozent auf 10,759 Mrd. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 242 (180) Mill. Euro. Die befragten Experten hatten im Schnitt nur mit 225 Mill. Euro gerechnet. Hauptergebnistreiber war erneut das Dienstleistungsgeschäft. Hier schnellte das Ebita auf 180 (123) Mill. Euro in die Höhe. Im Hoch- und Industriebau ergab sich eine leichte Steigerung auf 24 (22) Mill. Euro. Im Ingenieurbau waren die Kapazitäten den Angaben zufolge voll ausgelastet. Das Ebita kletterte auf 58 (43) Mill. Euro.

Mit Blick auf einzelne Sparten ragt aus Sicht von Faust vor allem das starke Abschneiden des Dienstleistungsgeschäfts heraus. Aber auch die Wachstumsraten im Ingenieurbau sowie Hoch- und Industriebau hätten bei über 20 Prozent gelegen. Letzteres sei besonders positiv, nachdem dieser Bereich unter Kostenproblemen auf dem Heimatmarkt gelitten habe.

Das Dienstleistungsgeschäft und die Betreiberaktivitäten will Bilfinger Berger weiter stärken. Der Konzern setze auch weiter auf Investitionen in renditestarke privatwirtschaftliche Betreiberprojekte sowie die nachhaltige Stärkung der Ertragskraft im Baugeschäft. Für das laufende Jahr werde eine Zunahme der Leistung und eine weitere Steigerung von Ebita und Konzernergebnis geplant. Bilfinger Berger stützt sich dabei auf ein dickes Auftragspolster.

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