Nach guter Bilanz 2006
Deutz ist zuversichtlich

Der Motorenhersteller Deutz will im laufenden Geschäftsjahr dank lebhafter Nachfrage Umsatz und Ergebnis deutlich erhöhen.

dpa-afx KÖLN. "Unser Ziel ist es, das Konzernergebnis in zweistelliger Millionenhöhe zu steigern", sagte Vorstandschef Gordon Riske am Dienstag in Köln bei der Bilanzpressekonferenz des im MDax notierten Unternehmens. Der Umsatz soll um sechs bis zehn Prozent zulegen, die Ebit-Rendite von 5,5 auf rund 7,0 Prozent. Außerdem will Deutz seinen Aktionären erstmals nach mehr als 20 Jahren für 2007 wieder eine Dividende zahlen. Deutz-Aktien kletterten bis Dienstagmittag um 2,96 Prozent auf 10,80 Euro.

"Die sehr guten Ergebnisse von 2006 stimmen uns für das laufende Jahr sehr positiv", sagte Riske weiter. "Wir erwarten einen Absatz von rund 260 000 Motoren, dazu kommen noch die Motoren aus unserem Joint Venture in China, dessen Gründung für Mitte des Jahres vorgesehen ist." Im vergangenen Jahr hatte Deutz mehr als 236 000 Motoren verkauft.

Für das vergangene Jahr meldete Deutz deutliche Fortschritte bei Umsatz und Ergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Sonderposten blieb mit einem Zuwachs von 30 Prozent auf 81,5 Mill. Euro aber dennoch leicht hinter den Erwartungen zurück. Der Konzernumsatz legte um 13 Prozent auf knapp 1,5 Mrd. Euro zu. Hier hatten die Schätzungen bei 1,475 Mrd. Euro gelegen.

Der Auftragseingang kletterte um 20 Prozent auf gut 1,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern sank um 14 Prozent auf 61,5 Mill. Euro. Deutz begründete den Rückgang mit außerordentlichen Erträgen im Jahr 2005. Damals hatte der Verkauf des Marine-Geschäfts an die finnische Wärtsilä Deutz 67 Mill. Euro in die Kassen gespült.

2006 war das Wachstum laut Deutz vor allem von der positiven Entwicklung im Segment Kompaktmotoren geprägt. Der Umsatz kam zu unverändert 27 Prozent aus dem Inland, das übrige Europa stieg leicht auf einen Anteil von 43 Prozent. Bei der Zahl der weltweit Beschäftigten gab es ein Plus um fünf Prozent auf rund 5 330 Mitarbeiter, davon waren 80 Prozent im Inland tätig. Weitere rund 300 Arbeitsplätze sollen weltweit hinzukommen.

Erstmals seit 1986 will Deutz auch wieder die Aktionäre an den Gewinnen teilhaben lassen. Riske kündigte an, 2008 für das Geschäftsjahr 2007 wieder eine Dividende zahlen zu wollen. Diese werde voraussichtlich zehn bis 15 Cent pro Aktie betragen.

Nach roten Zahlen bis 2004, Umstrukturierung und dem derzeitigen Wachstum setzt Deutz künftig verstärkt auf Expansion und Internationalisierung. Eine wichtige Rolle spielt dabei das 2006 vereinbarte Joint-Venture für Dieselmotoren im chinesischen Dalian, östlich von Peking, mit dem chinesischen Partner FAW Jiefang Automotive. Nach geplanter Gründung im Sommer soll die Deutz (Dalian) Engine eine Jahreskapazität von zunächst 50 000, später 100 000 Motoren jährlich haben, betonte der Vorstandschef. Frühestens 2008 will die Deutz AG ihren derzeitigen 50 Prozent-Anteil an Dalian auf 60 Prozent erhöhen. Auch die Produktion in und für den US-Markt für kleinere Motoren soll - über eine neue eigene Produktionsstätte oder ein Joint-Venture - ab 2008 gestärkt werden.

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