Nach Hexal-Übernahme
Merck sieht noch stärkeren Konsolidierungsdruck

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemie-Konzern Merck KGaA sieht sich durch die Übernahme des Generika-Herstellers Hexal durch Novartis unter stärkerem Druck.

HB FRANKFURT. „Ohne Zweifel haben sich damit die Preiserwartungen auf diesem Markt gefestigt. Es ist gut möglich, dass der Konsolidierungsdruck weiter steigt. Und das betrifft dann auch uns“, sagte Merck-Chef Bernhard Scheuble der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Es verändere sich aber nicht so viel, wie anzunehmen wäre.

Der Schweizer Pharmariese Novartis hatte kürzlich mitgeteilt, die bayerische Hexal sowie das US-Unternehmen Eon Labs für mehr als sechs Milliarden Euro zu übernehmen. Mit der Übernahme hat Novartis-Chef Daniel Vasella sein Ziel, die Weltmarktführerschaft bei Nachahmermedikamenten, erreicht. Bei der Konsolidierung im Generikamarkt will Merck nicht abseits stehen. Der Konzern prüft nach früheren Angaben zur Zeit Akquisitionsmöglichkeiten. Zukaufen wolle Merck aber nicht um jeden Preis. „Wir schwimmen nicht im Geld; wir sind eine Familiengesellschaft mit limitierten Ressourcen, und verrückte Preise sind nicht mein Thema“, betonte Scheuble. Merck hat im vergangenen Jahr im Generikageschäft einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 214 Millionen Euro erwirtschaftet.

In einigen Ländern bleibt Merck im Geschäft mit kostengünstigeren Nachahmern aber nach Einschätzung von Scheuble Marktführer. „Die Märkte für Generika sind sehr lokal“, sagte er. Der Konzern bleibe etwa in Großbritannien oder in Australien die Nummer Eins. „Auch in Kanada, Portugal oder Spanien gibt es keine wesentlichen Änderungen“, sagte der Chef des mehrheitlich im Familienbesitz befindlichen Unternehmens.

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