Nach Hochtief
Beiersdorf rückt als Übernahmekandidat in den Fokus

Übernahmephantasien haben am Mittwoch den Aktienkurs von Beiersdorf beflügelt. Der Nivea-Hersteller ist unter den 100 größten deutschen Konzernen nicht der einzige Übernahmekandidat. Ein ganzes Dutzend ist im Fokus. Viel Cash, wenig Schulden, üppige Gewinne und das geringe Börsengewicht: Es ist eine historisch seltene Mischung, die Angreifer lockt.
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DÜSSELDORF. Der US-Konkurrent Procter & Gamble soll Interesse an Beiersdorf haben. Obwohl, ein Sprecher des Hamburger Unternehmens sagte, dem Konzern sei nichts von einem solchen Interesse bekannt, machte die Beiersdorf-Aktie am Mittwoch einen Sprung nach oben von mehr als zehn Prozent.

Beiersdorf-Mehrheitseigner Maxingvest schließt Kreisen zufolge einen Verkauf seiner Anteile an Procter & Gamble aus. Dazu sei der Großaktionär nicht bereit, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Der Dax-Konzern wird von der Tchibo-Mutter kontrolliert. Maxingvest selbst lehnte eine Stellungnahme ab.

Es ist eine historisch seltene Mischung, die derzeit deutsche Top-Unternehmen zu Übernahmekandidaten werden lässt. Erst reduzierten die Unternehmen in der Finanzkrise ihre Schulden, um nicht von Krediten klammer Banken abhängig zu sein. Dann häuften sie in der Rezession aus Sorge vor einer langen Durststrecke so viel Cash an wie noch nie. Nun bescheren üppige Aufträge satte Gewinne. Zu guter Letzt honoriert die Börse die neue Stärke nicht, weil die Schuldenkrise die Anleger verunsichert.

Der Baukonzern Hochtief wird bereits vom spanischen Rivalen ACS bedrängt, die bange Frage lautet nun: Wer ist der nächste?

Um Übernahmeziele zu identifizieren, hat das Handelsblatt mit den Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) die Geschäftszahlen der 100 größten deutschen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen unter die Lupe genommen. Gemessen an den wichtigsten Kennzahlen sind im Dax der Chiphersteller Infineon und die Deutsche Börse preiswert und deshalb übernahmegefährdet. In der zweiten Reihe droht vielen Nischenanbietern mit Weltruf ein ähnliches Schicksal wie Hochtief.

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