Nach Insolvenz
Reederei DFDS entzieht P+S Werften die Aufträge

Die dänische Reederei DFDS hat die Verträge mit den P+S Werften gelöst. Grund dafür sind nach Angabe von DFDS Lieferverzögerungen. P+S musste im August Insolvenz anmelden, weil sich die Firma übernommen hatte.
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HamburgDie dänische Reederei DFDS hat den insolventen P+S Werften in Mecklenburg-Vorpommern den Auftrag für zwei Schiffe entzogen. Die Verträge im Gesamtwert von rund einer Milliarde Dänische Kronen (umgerechnet 134 Millionen Euro) seien storniert worden, teilte DFDS am Donnerstag in Kopenhagen mit. Als Grund für den Rückzug nannte die Reederei Lieferverzögerungen. Die an P+S bereits geleisteten Anzahlungen seien durch Bankgarantien gesichert.

Die P+S Werften mit knapp 2 000 Beschäftigten waren in finanzielle Schieflage geraten, nachdem sie sich mit Aufträgen übernommen hatten und absehbar wurde, dass Schiffe nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnten. Daraufhin stoppten Bund und Land die Zahlung von Rettungshilfen. Als die Abnehmer der Schiffe, darunter als größte die Reedereien Scandlines und DFDS, nach Darstellung von P+S zu keinen Zugeständnissen bereit waren, musste das Schiffsbauunternehmen im August Insolvenz anmelden.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann sucht seitdem in Neuverhandlungen mit den Auftraggebern eine Lösung, um die Beschäftigung des angeschlagenen Unternehmens zu sichern. Parallel soll der Verkauf der Werften mit Standorten in Stralsund und Wolgast angeschoben werden. Inzwischen haben sich mehrere Interessenten gemeldet, darunter der arabische Schiffsbauer Abu Dhabi Mar, der die Werft Nobiskrug in Rendsburg besitzt. Über den Stand der Gespräche machte Brinkmann bislang keine Angaben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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