Nach Insolvenz
US-Regierung sieht GM wieder an der Börse

Die US-Regierung hat auf einen Verkauf der GM-Filetstücke gedrängt und den Börsengang eines "neuen General-Motors-Konzerns" in Aussicht gestellt. Ein solcher Konzern könne 2010 bereit für einen Börsengang sein, sagte der Vertreter des US-Finanzministeriums, Harry Wilson, am Mittwoch vor einem New Yorker Konkursgericht.

HB NEW YORK. Voraussetzung dafür sei, dass der insolvente Autobauer in dieser Woche die Genehmigung seines Verkaufs an eine "Neue GM" erhalte. Sollte diese Veräußerung aber nicht bis zu der bereits auf den 10. Juli festgelegten Frist gelingen, ziehe sich die Regierung von der Finanzierung zurück. "Wir können keine unbefristeten Zusagen geben", betonte Wilson am zweiten Tag der Anhörung.

Die US-Regierung finanziert GM während des Insolvenzverfahrens mit Milliardenhilfen und will gemeinsam mit Kanada als künftiger Eigentümer einsteigen. Kleinere Anteile sollen an Kreditgeber und Gewerkschaften gehen, die im Rahmen der Restrukturierung finanzielle Zugeständnisse machen. Die "Neue GM" soll die wertvollsten Stücke des bisherigen Konzerns wie die Marken Chevrolet und Cadillac erhalten. Zum Auftakt der auf zwei Tage angesetzten Anhörung plädierte GM am Dienstag bereits für eine rasche Genehmigung der Pläne. Verlustreiche Teile sollen demnach abgespalten und in der Insolvenz bleiben. Die deutsche GM-Tochter Opel wurde von der Bundesregierung vor dem Insolvenzverfahren gerettet und für die Übergangszeit bis zum Einstieg eines neuen Investors an einen Treuhänder überführt.

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