"Nach Insolvenzverfahren neu aufgestellt"
Herlitz wieder in ruhigerem Fahrwasser

Beim Schreibwarenkonzern Herlitz kehrt wieder Normalität ein. Nach dem überstandenen Insolvenzverfahren sei die Neuausrichtung abgeschlossen, sagte Vorstandschef Christian Supthut. Um weiter expandieren zu können, sucht das Unternehmen nun einen Investor.

HB BERLIN. „Herlitz ist wieder eine normale Firma“, erklärte Supthut am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. 2003 habe das Unternehmen schwarze Zahlen geschrieben. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei auf 1,1 Mill. € von 3,2 Mill. € im Jahr zuvor zurückgegangen. Die Umsätze seien durch die Trennung von Sortimenten, den Preiskampf im Einzelhandel sowie den Verkauf der Schweizer Tochtergesellschaft wie erwartet auf gut 346 (Vorjahr: 376) Mill. € gesunken. Das laufende Jahr werde erneut „sehr schwierig“, räumte Supthut ein.

Der Traditionskonzern hatte 2002 ein Insolvenzverfahren überstanden und war nach langen Verlustjahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Konzernchef Supthut sagte, trotz des anhaltenden Verdrängungswettbewerbs im Handel habe Herlitz gute Chancen, das Geschäft weiterzuentwickeln. 2003 seien 25 Mill. € Schulden getilgt worden, und die Eigenkapitalquote betrage mittlerweile rund 30 %.

Allerdings fehlten derzeit die finanziellen Spielräume für eine Expansion, räumte Vertriebsvorstand Norbert Strecker ein. „Wir brauchen einen Investor, wenn die Firma vorankommen will.“ Derzeit laufen Strecker zufolge Gespräche mit mehreren Kandidaten. Zum Stand der Verhandlungen wollte sich der Vorstand nicht äußern. Das Unternehmen wies Meldungen zurück, nach denen die Verkaufsgespräche mit der schwedischen Esselte-Gruppe Ende vergangenen Jahres gescheitert seien. Zurzeit gehört Herlitz mehrheitlich den Banken, die sich von den Anteilen Beteiligung trennen wollen.

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