Nach Krisenjahr
Zementindustrie schrumpft nochmals

Die Zementbranche in Deutschland schrumpft noch immer. Nach neun Monaten verringerten sich die Umsätze im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Krisenjahres 2009. Doch der Branchenverband BDZ sieht die Trendwende gekommen.
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HB BERLIN. Der Dachverband sieht die Branche wieder auf Wachstumskurs. Im kommenden Jahr dürfte der inländische Zementverbrauch um 2,2 Prozent steigen, nachdem er in diesem Jahr wohl bei 25 Millionen Tonnen stagniere, teilte der BDZ am Montag mit. Damit sei der Verband deutlich optimistischer als noch vor einem halben Jahr. „Der unerwartet schnelle und intensive Aufwärtstrend der Gesamtkonjunktur hat somit - wenn auch abgeschwächt - auf die Zementbranche günstig abgefärbt“, sagte BDZ-Hauptgeschäftsführer Martin Schneider.

In den ersten neun Monaten des Jahres mussten die Firmen jedoch Umsatzeinbußen hinnehmen: Die Erlöse sanken um 3,4 Prozent, die Zahl der Mitarbeiter stagnierte bei 7343. Im Krisenjahr 2009 war der Zementverbrauch um acht Prozent gesunken und hatte das niedrigste Niveau seit 1988 erreicht.

Die Zementnachfrage gilt als Barometer für die Entwicklung der Baubranche. Als Hoffnungsträger sieht der BDZ den Wohnbau: Dank günstiger Zinsen, steigender Mieten und niedriger Arbeitslosigkeit sei mit einem anziehenden Bau von Wohnungen und Einfamilienhäusern zu rechnen, sagte Schneider. Auch der Wirtschaftsbau erhole sich, hier könne von einer Trendwende ausgegangen werden. Der Tiefbau leide dagegen unter der Finanznot der Kommunen: Zwar profitiere der Straßenbau in diesem Jahr noch vom Konjunkturpaket der Bundesregierung, doch seien die Aussichten im kommenden Jahr düsterer.

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