Nach Luvata-Übernahme
Aurubis will Werk in Schweden schließen

Europas größte Kupferhütte Aurubis arbeitet am Abbau von Überkapazitäten. Der Konzern kündigte an, den Standort im schwedischen Finspang mit derzeit 190 Beschäftigten zu schließen.
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HamburgWenige Monate nach der Übernahme von Teilen der britischen Luvata-Gruppe beginnt Europas größte Kupferhütte Aurubis mit dem Abbau von Überkapazitäten. Der Konzern kündigte am Donnerstag an, Teile der Fertigung von flachgewalzten Kupferprodukten von Schweden in die Niederlande zu verlagern. Dadurch sollen die Jahreskapazitäten um 35.000 Tonnen sinken. Der Standort im schwedischen Finspang mit derzeit 190 Beschäftigten soll geschlossen werden. Den Mitarbeitern will Aurubis einen Wechsel in die Niederlande anbieten oder bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz helfen.

Das Werk in Schweden habe wegen der schrumpfenden Nachfrage nach Kupferbändern für die Kühlung von Motoren in den vergangenen Jahren keinen Gewinn erwirtschaftet. Dies sei Aurubis bereits beim Kauf bekannt gewesen und habe sich auch auf den Preis ausgewirkt. Ursprünglich hatte Aurubis, an der der Stahlkonzern Salzgitter maßgeblich beteiligt ist, den Kauf der Walzproduktsparte von Luvata mit Standorten in Schweden, Finnland, Niederlanden und den USA für bis zu 250 Millionen Euro angekündigt. Zuletzt hatte sich allerdings abgezeichnet, dass der Kauf deutlich günstiger werden dürfte.

Der Kapazitätsabbau soll bis 2013 abgeschlossen sein. Ein Teil des Geschäfts soll aus Schweden nach Buffalo im US-Staat New York verlegt werden. Die Kapazitäten dort wolle Aurubis aber nicht erhöhen, erläuterte eine Aurubis-Sprecherin. Durch die Übernahme der Luvata-Sparte war der Hamburger Traditionskonzern zum weltgrößten Anbieter von Kupferprodukten aufgestiegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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