Nach Medienbericht
Versorger EnBW hat Daten von Aufsehern geprüft

Der Energieversorger EnBW hat vor gut drei Jahren die Mail- und Telefon-Daten von Aufsichtsräten unter die Lupe genommen, um undichte Stellen ausfindig zu machen. Das hat das Unternehmen jetzt eingeräumt.

HB STUTTGART. "Es sind Verbindungsdaten von einigen, wenigen Aufsichtsratsmitgliedern überprüft worden", sagte ein Sprecher am Mittwoch in Karlsruhe und bestätigte damit einen Bericht der "Stuttgarter Zeitung" vom Mittwochausgabe.

Anlass sei der Verdacht gewesen, dass im Zuge einer Aufsichtsratssitzung Vertraulichkeitspflichten verletzt worden seien. Die "Stuttgarter Zeitung" hatte Ende 2005 über eine turbulente Sitzung des Aufsichtsgremiums berichtet. Die Überprüfung wurde in der Amtszeit des damaligen Vorstandschefs Utz Claassen angeordnet.

"An der Überprüfung ist nichts seltsames", sagte der EnBW-Sprecher. Das Verfahren sei statthaft, wenn der Verdacht einer Straftat vorliege. Der Datenschutzbeauftragte des Konzerns und der Betriebsrat seien in die Überprüfung einbezogen worden, Einwände gegen das Vorgehen seien nicht gekommen. Zudem seien alle Betroffenen "zeitnah" nach der Überprüfung ihrer Telefon- und Mail-Verbindungsdaten darüber informiert worden.

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