Nach Obama-Sieg
Harte Zeiten für die Öl-,Gas- und Kohle-Branche

Barack Obama wird weitere vier Jahre die USA regieren. Darüber ärgern sich nicht nur die unterlegenen Republikaner, sondern auch die Öl-, Gas- und Kohlemanager des Landes. Es droht eine Verschärfung der Förderauflagen.
  • 3

Washington/Berlin„Vier weitere Jahre“ - die Twitter-Botschaft von Barack Obama zum Wahlsieg wird in den Ohren der Gas-, Öl- und Kohle-Manager weniger verheißungsvoll denn unangenehm klingen. Zwar ist zweifelhaft, ob Obama einen neuen Anlauf für ein Klimagesetz und den Durchbruch von grünem Strom unternimmt. Dafür fehlt ihm weiterhin die Mehrheit im Kongress.

Allerdings gilt als wahrscheinlich, dass der Präsident den bisherigen Weg weitergeht und die Auflagen zur Förderung von Kohle, Gas und Öl verschärft. „Die Firmen werden weniger Zugang zu öffentlichem Land bekommen und die Behörden werden ihnen genauer auf die Finger gucken“, sagt denn auch Dan Pickering, Chef-Stratege des Fonds TPH Asset Management in Houston.

„Die gute Nachricht ist, dass mit Obama ein Präsident gewählt wurde, der den Klimawandel für eine der größten Herausforderungen in der Welt hält und seine Politik danach ausrichtet“, sagt Arne Jungjohann von der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington, die den Grünen nahesteht. „Die US-Umweltbehörde wird weitere Effizienzstandards festschreiben, für die Autoindustrie oder auch für Gebäude, wo bisher fast nichts passiert ist“, sagt er voraus.

Nach dem Scheitern seines Klimagesetzes hatte Obama eine Energie-Strategie des „all of the above“, des „von allem etwas“ verfolgt. So setzte er sich nicht nur für Steuer-Erleichterungen und Staatsgarantien für Wind- und Solarprojekte ein, sondern sprach sich auch für die Nutzung neu erschlossener Gas- und Ölquellen sowie der Atomkraft aus.

Er blieb damit aber weit hinter Mitt Romney zurück, der das Land bis 2020 vollständig von Energie-Importen unabhängig machen wollte und vor allem die Erneuerbaren Energien als zu teuer und ineffizient brandmarkte. „Man kann ein Auto nicht mit einem Windrad auf dem Dach fahren“, höhnte er. Dafür sollten die Förderung fossiler Energien von Fesseln befreit werden und beispielsweise das Fracking, die Förderung von Gas und Öl mittels eines Gemisches aus Wasser und Chemikalien, völlig freigeben.

Auch hier hat Obama schärfere Auflagen angekündigt. Derzeit weiß die Öffentlichkeit kaum etwas über die eingesetzten Chemikalien beim sogenannten Fracking. Zudem gelten die Auswirkungen auf das Grundwasser als nicht ausreichend erforscht, so dass auch hier die Umweltbehörde Vorgaben machen könnte. Ähnliches gilt für Öl-Bohrungen sowohl an Land als auch vor der Küste.

Seite 1:

Harte Zeiten für die Öl-,Gas- und Kohle-Branche

Seite 2:

Kalifornien und Colorado werden die Taktgeber sein

Kommentare zu " Nach Obama-Sieg: Harte Zeiten für die Öl-,Gas- und Kohle-Branche"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Obama braucht Wirtschaftswachstum. Er braucht produktive Arbeitsplätze und dazu braucht Obama Oel,Gas und Kohle im Überfluss. Die europäische Ökosichtweise mit den Erneuerbaren Energien wird weder Amerika noch Europa wirtschaftlich,sozial und innovativ nach vorne bringen. Gas Fracking wird sehr stark in Amerika betrieben. Genauso werden die Kernkraftwerke weiter nachgerüstet und in die Oelförderung wird auch weiter investiert. Das menschengemachte CO2-Klimawandelmärchen und die Erneuerbaren Energien haben in Amerika keine Chance mehr! Amerika setzt wieder auf seine alte starke Wirtschaft. Und damit setzt Amerika auf Oel,Gas und Kohle!
    Europa dagegen ist weiterhin im starken ökologiesozialistischen Würgegriff. Man setzt mit den Erneuerbaren Energien und der Bürgschaftspolitik verschuldeter EU-Länder auf Wohlstandsvernichtung und soziale Mangelwirtschaft.
    Die Zukunft für ein wirtschaftlich-sozial starkes Industrieland liegt in der Kohle,Gas,Oel und Uran!
    Dies wird aber unsere Ökologiesozialistin Dr.Merkel, ihres Zeichen Kanzlerin von Deutschland, NIE begreiffen. Sie lebt in einer Glaubenswelt, die mit der Realität nichts gemein hat!

  • Obama wurde während beider Kampagnen massiv von der Ökolobby unterstützt. Dafür hatte er Subventionsgesetze zugunsten "Erneuerbarer Energien" erlassen.
    Moderne Energieformen wurden durch die Umweltschutzbehörde massiv behindert. Die EPA hatte hunderte von Kohleabbaugenehmigungen verschleppt.

    Der Kongress hatte dagegen alle Klimaschwindelgesetze blockiert und droht jetzt zum Jahresende die Subventionsgesetze für umweltschädliche Windmühlen und Solarzellen zu blockieren.

    Und so muss man sich nicht wundern wenn die USA nicht vorankommen.

    Vandale

  • "Harte Zeiten für die Öl-,Gas- und Kohle-Branche"

    Wohl eher werden die Zeiten für die Menschen hart die Öl oder GAS im Winter zum Heitzen benötigen.
    Genau hier liegt der Punkt andem die Politik Romnys für uns besser gewesen wäre.
    Ich sage nicht das Romny gegen Obama der Große Wurf gewesen wäre, die Unterschiede zwischen Romny und Obama waren nicht groß Leider unterscheidet sich die Politik Obamas auch nur Marginal von der Politik eines Buschs.
    Aber die Klimalüge ist und bleibt der Gipfel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%