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Nach Problemen bei Boeing: Airbus verzichtet auf Lithium-Batterien im A350

Wegen der Batterieprobleme bei Boeing trifft Airbus Vorsichtsmaßnahmen: Der europäische Flugzeugbauer will statt Lithium-Batterien im neuen A350 bewährte Nickel-Cadmium-Batterien verwenden.

Ein Computerbild zeigt den Airbus A350. Das Flugzeug soll offenbar ohne Lithium-Batterien fliegen, heißt es aus Kreisen. Quelle: dpa
Ein Computerbild zeigt den Airbus A350. Das Flugzeug soll offenbar ohne Lithium-Batterien fliegen, heißt es aus Kreisen. Quelle: dpa

ParisWegen der Batterieprobleme beim US-Konkurrenten Boeing verzichtet der europäische Flugzeugbauer Airbus bei seiner neuen Langstreckenmaschine A350 auf den Einbau von Lithium-Batterien. Airbus aktiviere „Plan B“ und verwende anstelle der Lithium-Batterien „bewährte“ Nickel-Cadmium-Batterien, sagte eine Konzernsprecherin am Freitag in Paris. Die ersten Testflüge wird Airbus aber noch mit Lithium-Batterien absolvieren.

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Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte Mitte Januar ein weltweites Flugverbot für die neuen Dreamliner-Maschinen von Boeing erlassen, nachdem an Bord von zwei Flugzeugen des Herstellers Lithium-Batterien in Brand geraten waren. Boeing stoppte die Auslieferung seines Prestigeflugzeugs, bis das Problem geklärt ist. Die Produktion der Maschinen läuft aber weiter. Trotz wiederholter Testflüge ist Boeing der Ursache für die Brände noch nicht auf die Spur gekommen.

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Airbus betonte am Freitag, es habe „Vertrauen in Robustheit und Stabilität“ der zusammen mit dem französischen Unternehmen Saft für den A350 entwickelten Lithium-Batterien. Da die Ursache für die Vorfälle mit Lithium-Batterien bei Boeing, die vom japanischen Unternehmen GS Yuan hergestellt werden, aber nach wie vor ungeklärt sei, werde auf den Einbau entsprechender Batterien verzichtet.

Die nach mehrmaliger Verschiebung des Termins für Ende 2014 geplante Auslieferung der ersten A350-Maschinen wird dadurch laut Airbus nicht beeinträchtigt. Die für diesen Sommer geplanten ersten Testflüge sollen noch mit Lithium-Batterien absolviert werden, wie Airbus erklärte. Dabei sollen unter anderem Aerodynamik und Flugeigenschaften des neuen Langstreckenfliegers getestet werden. Die Testflüge, bei denen es um die elektronischen Systeme der Maschine geht, werden dann aber mit Nickel-Cadmium-Batterien absolviert.

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Die Flugzeugbauer setzen auf Lithium-Batterien, weil diese nicht nur eine längere Lebensdauer haben, sondern auch weniger wiegen und kleiner sind als herkömmliche Batterien. Das ist ein wichtiges Kriterium bei der Entwicklung einer neuen Generation von Flugzeugen, die deutlich weniger Treibstoff verbrauchen sollen als bisherige Modelle.

Der neue Airbus A350, mit dem der europäische Flugzeugbauer die Dominanz von Boeing bei den Langstreckenflugzeugen brechen will, soll etwa ein Viertel weniger Treibstoff verbrauchen als herkömmliche Flugzeuge vergleichbarer Größe.

  • 16.02.2013, 10:19 Uhrstrand1

    Warum sind Nickel-Metallhybrid-Batterien keine Alternative?
    Erfahrungsgemäß sind mindesens ebenso leistungsfähig als Ni-Cd Batterien!

  • 15.02.2013, 16:47 Uhrrealist

    .......das bedurfte keines Kommentars, die brennbaren Batterien gegen Bewährtes einzusetzen. War doch klar, daß Enders aus der Misere von Boing gerlernt hat und seinen Leuten gesagte hat WIR HABEN VERSTANDEN. Aber es hat ja auch einen verkaufspsycholigischen Grund dies zu erwähnen, damit noch mehr Bestellungen an Land gezogen werden können. Airbus kann froh sein, Glück im Unglück erlebt zu haben, und den A 350 mit der bekannten Verzögerung auf den Markt zu bringen. Jetzt kann mit noch mehr Sorgfalt an der neuen Geräte-Generation, nichts mehr schief laufen. Ist es ein Haleluja deutsch-französischer Wert- und Teamarbeit. Ja, so ist es.

  • 15.02.2013, 10:12 UhrTechnikerlaie

    Warum werden keine LiFePO4-Akkus verwendet?

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