Nach Protesten
Viele Pläne für Kohlekraftwerke scheitern

Geplante Anlagen in Lubmin, Mainz und Dörpen werden nicht gebaut. Proteste von Umweltschützern und Bürgerinitiativen gegen die Anlagen mit vergleichsweise hohem CO2-Ausstoß könnten auch weitere Pläne stoppen. Auch gegen ein Projekt von Eon regt sich starker Widerstand.
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DÜSSELDORF. Der Bau von Kohlekraftwerken stößt in Deutschland weiter auf großen Widerstand. In der vergangenen Woche wurden gleich drei Projekte gestoppt, in Mainz, im niedersächsischen Dörpen und in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Vorhaben wie Eons Pläne im westfälischen Datteln scheitern.

Bundesweit kämpfen die Energieversorger seit Jahren mit Protesten von Umweltschützern gegen Kohleanlagen, die vergleichsweise viel des klimaschädlichen CO2 ausstoßen. Schon in mehreren Kommunen hatten sie Erfolg: In Düsseldorf mussten die Stadtwerke von Kohle auf Gas umsteigen, in Hamburg musste Vattenfall die Pläne für ein Großkraftwerk im Stadtteil Moorburg zusammenstreichen.

Rückzug nach mehrjährigen Protesten von Umweltverbänden

Zum Wochenende gab nun der dänische Versorger Dong bekannt, auf eines der größten Kohlekraftwerksprojekte in Deutschland zu verzichten. Das Unternehmen wollte in Lubmin bei Greifswald für 2,3 Milliarden Euro zwei Blöcke mit jeweils 800 Megawatt Leistung errichten. Dem Rückzug waren mehrjährige Proteste von Umweltverbänden und Bürgerinitiativen vorausgegangen.

Der Konzern begründete die Entscheidung damit, dass er nicht mehr davon überzeugt sei, dass das Projekt den erforderlichen politischen Rückhalt genieße. Bereits im Oktober hatte der dänische Versorger Pläne zum Bau eines Kraftwerks in Emden aufgegeben. Damals hatte Dong sinkende Nachfrage und fallende Strompreise als Gründe angeführt.

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