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Nach Rekordjahr: Unsicherheit in Europa bremst VW-Absatz

Nach einem Rekordgeschäft 2011 muss VW zum Start ins neue Jahr einen Dämpfer hinnehmen. Die Kernmarke verbuchte im Januar nur ein kleines Absatzplus. Vor allem die Unsicherheit in Europa sorgt für eine Abkühlung.

Eine Mitarbeiterin nimmt VW-Embleme von einem Tisch. Quelle: dapd
Eine Mitarbeiterin nimmt VW-Embleme von einem Tisch. Quelle: dapd

WolfsburgDer weltweit zweitgrößte Autobauer Volkswagen bekommt zum Start ins neue Jahr die wachsenden wirtschaftlichen Sorgen der Europäer zu spüren. Zwar gelang es der Kernmarke VW-Pkw im Januar, die Auslieferungen noch einmal zu steigern. Die insgesamt 419 200 verkauften Autos bedeuteten jedoch nur ein mageres Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (418 600). Wie das Unternehmen am Dienstag in Wolfsburg berichtete, kühlte sich das Wachstum bei den Zulassungen in Westeuropa und China ab. In anderen Märkten wie den USA und Russland zog der Absatz hingegen weiter an.

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Europas Branchenprimus hatte bereits in den vergangenen Monaten eine mögliche Eintrübung der Autokonjunktur angedeutet und mit Blick auf die weitere Entwicklung Vorsicht angemahnt. VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler sprach dennoch von einem stabilen Start ins Jahr 2012: „Trotz der volatilen Entwicklung vor allem in Europa konnten wir das hohe Vorjahresniveau an Auslieferungen halten.“

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Das Gesamtjahr 2011 hatte die Kernmarke des Konzerns mit einem Allzeithoch bei den Auslieferungen beendet. Knapp 5,1 Millionen Autos mit dem VW-Emblem entsprachen einem Zuwachs von 13,1 Prozent. Der im Januar rückläufige Absatz in Westeuropa ist aus Sicht der Wolfsburger auf die „aktuellen Unsicherheiten“ wegen der Euro-Schuldenkrise zurückzuführen. Die Marke VW-Pkw verkaufte hier 2,9 Prozent weniger Autos als vor einem Jahr. Im Heimatmarkt Deutschland fiel das Minus mit 8,4 Prozent sogar noch deutlich größer aus.

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In China musste VW ebenfalls einen Dämpfer hinnehmen, dort betrug der Rückgang 8,6 Prozent. Dies habe vor allem an den arbeitsfreien Tagen rund um das chinesische Neujahrsfest gelegen, hieß es zur Begründung. Das Fest begann schon im Januar und damit früher als üblich. In der Gesamtregion Asien/Pazifik lag das Minus bei 6,9 Prozent.

Deutlich aufholen konnte VW dagegen erneut in den USA, der Absatz legte hier fast um die Hälfte zu. Zentral- und Osteuropa fuhren mit 67 Prozent eine klare Steigerung ein. In Indien lag das Plus bei 42,2, in Russland sogar bei 118,4 Prozent. Auf diesen Märkten ist die absolute Zahl der verkauften VW-Pkw aber noch vergleichsweise gering.

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Auch die Konkurrenz rechnet damit, dass 2012 eher durchwachsen wird. Die VW-Premiumtochter Audi erzielte zwar beim Absatz einen Januar-Rekord - verglichen mit dem Jahresauftakt 2011 war das Plus von 0,8 Prozent aber weniger üppig als bei BMW (+6,6) oder Daimler (+5,8). Während es für Audi in China und den Vereinigten Staaten steil bergauf ging, schrumpften die Verkäufe in Europa um 13 Prozent. Am deutlichsten brachen sie in Spanien (-38,1) und in Italien (-27,6) ein.

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