Nach Rückschlag mit Krebs-Medikament
GPC weiter auf Partnersuche

Das Biotechunternehmen GPC Biotech hält weiter Ausschau nach Partnern, um sein Überleben zu sichern. Das vor einer ungewissen Zukunft stehende Unternehmen hat im abgelaufenen zweiten Quartal wegen geringerer Forschungs- und Entwicklungskosten seinen Verlust verringert.

HB FRANKFURT. "Es ist von kritischer Bedeutung, durch solche Transaktionen unsere Krebsmedikamenten-Pipeline zu erweitern", erklärte Firmenchef Bernd Seizinger am Mittwoch im Bericht zum zweiten Quartal. GPC arbeite zugleich daran, seine bestehenden Medikamenten-Entwicklungsprogramme voranzutreiben.

Das Unternehmen aus Martinsried bei München hat nach dem Scheitern seines größten Hoffnungsträgers, des Krebsmittels Satraplatin, Stellen gekürzt und die Forschung gestrafft. Im zweiten Quartal verringerte sich dadurch der Verlust auf 6,4 Mill. von 22,1 Mill. Euro vor Jahresfrist. Der Umsatz schrumpfte um 56 Prozent auf 1,5 Mill. Euro.

Die Finanzreserven reichten noch bis Ende 2010, erklärte der Vorstand. Ende Juni habe GPC noch 44,6 Mill. Euro gehabt. Bei einem erwarteten Umsatz von fünf bis sieben Mill. Euro sollen die Gesamtkosten 2008 unter 35 Mill. Euro bleiben. GPC hatte vor wenigen Tagen den Haupt-Vermarktungspartner für Satraplatin verloren. Der US-Biotechkonzern Celgene kündigte den Entwicklungs- und Lizenzvertrag für Europa, den Nahen Osten, Australien und Neuseeland. Satraplatin war in einer wichtigen Studie durchgefallen, was GPC in eine Krise gestürzt hatte.

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