Nach Sanierung
Werkstattkette ATU bekommt neuen Chef

ATU hat bereits eine längere Sanierung hinter sich: Der Eigentümer der Autowerkstattkette hat gewechselt, das Unternehmen wurde umstrukturiert. Jetzt steht auch der neue Chef des deutschen Marktführers fest.
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WeidenDie Autowerkstattkette ATU bekommt nach Sanierung und Eigentümerwechsel einen neuen Chef. Bis der Nachfolger des erst im Juni 2013 ernannten Geschäftsführers Hans-Norbert Topp gefunden ist, übernimmt übergangsweise Aufsichtsratschef Norbert Scheuch den Posten, wie ATU am Montag in Weiden mitteilte. Anfang Dezember hatten sich Eigentümer und Gläubiger auf eine Restrukturierung und eine umfassende Entschuldung vereinbart.

Der bisherige Eigentümer, der US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) zog sich zurück, neuer Besitzer ist der bisher größte Anleihegläubiger von ATU, die Investment-Gesellschaft Centerbridge.

Wie vereinbart konnte ATU dank der Einigung den Großteil der drückenden Schulden von 765 Millionen Euro abbauen, da die Anleihegläubiger auf Forderungen in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro verzichteten und im Gegenzug Anteile an ATU bekamen. Zudem wurde ATU mit frischem Kapital in Höhe von etwa 100 Millionen Euro ausgestattet. Der US-Investor HayFin Capital Management gibt der Firma hinaus einen Kredit über 75 Millionen Euro.

ATU hat bereits eine längere Sanierung hinter sich und strich 2000 Arbeitsplätze. ATU ist in Deutschland Marktführer. In 650 Filialen in Deutschland, Österreich, Tschechien, den Niederlanden, Italien und der Schweiz arbeiten rund 12.000 Mitarbeiter.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist nicht hinnehmbar, daß für die Managementfehler Privatgläubiger mit € 150 Mio. leer ausgehen sollen, während Fonds ihre Schulden in Eigenkapital wandeln!

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