Nach Scheitern bei Schering
Merck verspürt kein Interesse an Altana

Die Merck KGaA ist trotz des verpatzten Kaufs von Schering nicht an einer Übernahme der Pharmasparte von Altana interessiert. Die Börse reagierte prompt.

HB DARMSTADT. „Wir sind ganz klar nicht an Altana Pharma interessiert“, sagte ein Merck-Sprecher am Freitag. Zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, sein Angebot für die Schering AG nicht zu erhöhen. Die Bayer AG, Leverkusen, hatte am Donnerstagabend die Offerte der Darmstädter über 77 EUR mit 86 EUR klar überboten. Der Markt hatte nach der Bayer-Offerte auf einen Merck-Einstieg bei Altana spekuliert, was die Aktie im Tagesverlauf um mehr als 2 Prozent steigen ließ. Nach der Absage fiel der Wert steil auf den Eröffnungskurs vom Morgen.

Altana sucht derzeit einen strategischen Partner für sein Pharmageschäft. Mit Hilfe der US-Investmentbank Goldman Sachs hat Altana im Januar damit begonnen, potenzielle Partner individuell anzusprechen. Die Chemiesparte wird parallel dazu als eigenständige Gesellschaft voraussichtlich im Spätherbst an die Börse gebracht.

„Wir sind nach wie vor überzeugt, dass eine Kombination eine gute Option für beide Unternehmen gewesen wäre“, erklärte Merck-Chef Michael Römer mit Blick auf Schering. Merck werde weiterhin seine Strategie der fokussierten Diversifikation auf den beiden Säulen Pharma und Chemie weiterverfolgen. Auch in Zukunft werde Merck alle Optionen prüfen, die Unternehmensbereiche Pharma und Chemie zu stärken, hieß es.

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