Nach schwachem Quartal für 2007/08
Escada erwartet rote Zahlen

Für den Luxusmode-Hersteller Escada ist auch unter neuer Führung kein Ende der roten Zahlen in Sicht. Der seit Juli amtierende Vorstandschef Bruno Sälzer kündigte am Dienstag an, der Nettoverlust im Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende Oktober) werde mindestens so hoch ausfallen wie im Vorjahr.

HB MÜNCHEN. Damals hatte das Minus 27,3 Mill. Euro betragen. Nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres summierten sich die Verluste bereits auf fast 20 Mill. Euro. Der Umsatz brach um gut 14 Prozent auf 430,4 Mill. Euro ein. Auch für das Gesamtjahr rechnet Escada mit einem deutlichen Rückgang.

An der Börse sorgte der Zwischenbericht für Enttäuschung. Escada-Aktien rutschten um über sieben Prozent ab. Seit Oktober 2007 haben sie fast zwei Drittel ihres Wertes verloren. Anders als andere Firmen, die im Markt für teure Luxus-Produkte aktiv sind, kann sich Escada nicht dem schwachen Wirtschaftsumfeld entziehen. Die Kunden hätten sich wegen der abschwächenden Konjunktur noch stärker zurückgehalten, teilte der Konzern in München mit.

Der neue Vorstandschef Sälzer will Escada deswegen umbauen. Details seiner Pläne hat der frühere Chef von Hugo Boss allerdings noch nicht öffentlich gemacht. Operativ erzielt der Konzern vor allem mit der Kernmarke Escada noch Geld. Sie steuerte in den ersten neun Monaten knapp 20 Mill. Euro Gewinn (Ebitda) bei, während die Sparte Primera, die für deutlich günstigere Mode steht, nur 1,5 Mill. beitrug. Sälzers Vorgänger, der Franzose Jean-Marc Loubier, hatte Primera mit den Marken Apriori und Biba zum Verkauf gestellt.

Bei Escada waren zuletzt die Tchibo-Miteigentümer Wolfgang und Michael Herz eingestiegen. Deren Familien halten nun knapp 25 Prozent der Aktien, der russische Großaktionär Rustam Aksenenko noch mehr als ein Fünftel.

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