Nach sechs Jahren Verlusten
Rekordgewinn für GM Europe

Nach radikalen Umbaumaßnahmen erwartet die Europasparte von General Motors erstmals seit sechs Jahren wieder einen Gewinn. Nach abgeschlossenem Personalabbau und deutlich gesenkten Garantiekosten soll das Plus im dreistelligen Millionenbereich liegen.

HB RÜSSELSHEIM. Nach sechs Jahren mit hohen Verlusten wird General Motors in Europa 2006 voraussichtlich einen Gewinn im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielen. „Wir fahren in diesem Jahr endlich die Ernte unserer Restrukturierungsarbeit ein“, sagte GM Europe-Chef Carl-Peter Forster in einem Interview der „Automobilwoche“. Forster wollte zwar keine Jahresprognose abgeben, erklärte aber, dass GM Europe die Strukturkosten im laufenden Jahr um 600 Millionen Dollar gesenkt habe.

Dank massiver Qualitätsverbesserungen habe GM Europe auch bei den Garantiekosten erhebliche Einsparungen erzielen können. „Allein Opel und Vauxhall konnten ihre europäischen Garantiekosten in den vergangenen sechs Jahren um 70 Prozent senken“, sagte Forster. Der Personalabbau von 12 000 Mitarbeitern sei fast beendet. „Dieser harte Einschnitt war notwendig und wird dieses Jahr nahezu komplett abgeschlossen.“

Forster bestätigte Überlegungen, dass im Opel-Werk Eisenach, in dem bislang ausschließlich der Kleinwagen Corsa produziert wird, künftig auch der Astra gebaut werden könnte. Gleiches gilt für das Stammwerk Rüsselsheim, in dem bislang nur Varianten des Mittelklassemodells Vectra vom Band laufen. Die Diskussion gehe um eine Modelllinien-Flexibilität zwischen den Werken. „Der Vorteil dieser Strategie ist es, Schwankungen besser ausgleichen zu können. Allerdings haben wir die Entscheidung noch nicht getroffen, denn sie erfordert hohe Investitionen für einen überschaubaren Output“, erläuterte Forster. „Wir reden hier über die Möglichkeit des Auffüllens an die Kapazitätsgrenze.“

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