Nach Sonderdividende
Hugo Boss trifft Standort- und Beschäftigungsvereinbarung

Der Modekonzern Hugo Boss hat auf Kritik an der vom Mehrheitsaktionär Permira durchgesetzten großzügigen Ausschüttungspolitik reagiert und mit dem Betriebsrat eine Standort- und Beschäftigungsvereinbarung getroffen. Permira drängt unterdessen auf mehr Wachstum.

HB METZINGEN. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch im schwäbischen Metzingen mit. Die Vereinbarung sei auf fünf Jahre angelegt und schließe Kürzungen beim Gehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und den bestehenden Sozialleistungen aus. Die Zentrale des Konzerns bleibe in Metzingen. Seit der Übernahme des Konzerns durch den britischen Finanzinvestor Permira hatte es Spekulationen über einen Personalabbau gegeben.

Finanzvorstand Joachim Reinhardt sagte: "Die strategische Ausrichtung des Konzerns bleibt unverändert." Das Unternehmen geht nach Angaben eines Sprechers davon aus, auch im laufenden Jahr zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Im vergangenen Jahr seien 243 Stellen geschaffen worden. Chief Operating Officer Hans Fluri sagte, in diesen und in den kommenden Jahren seien Investitionen auf Rekordniveau geplant.

Der Permira -Vertreter im Aufsichtsrat des Modeherstellers, Martin Weckwerth, sagte, der Finanzinvestor habe ein langfristiges Interesse an der Entwicklung des Unternehmens. Man wolle es unterstützen, weltweit die Nummer Eins zu werden. Betriebsratschef Antonio Simina sagte, es bestehe eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat, Vorstand und Mehrheitsaktionär Permira sowie Einigkeit über die zukünftige Geschäftsstrategie des Konzerns. Vorstandschef Bruno Sälzer war Mitte Februar zurückgetreten.

Sälzer hatte seinen Posten abgegeben, weil er die Geschäftspolitik des umstrittenen Finanzinvestors nicht mittragen wollte. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. Permira hatte bei dem Modehersteller auf eine Sonderdividende gedrängt. Je Stammaktie sollen für 2007 nun 1,45 Euro (Vorjahr: 1,19 Euro) und eine Sonderdividende von fünf Euro gezahlt werden. Für die Vorzugsaktionäre ist für das abgelaufene Geschäftsjahr 1,46 Euro (Vorjahr: 1,20 Euro) vorgesehen, sowie eine Sonderdividende von ebenfalls fünf Euro.

Die Geschäfte von Hugo Boss liefen im vergangenen Jahr trotz der Finanzmarktkrise gut. Der Umsatz legte 2007 um neun Prozent auf 1,63 Mrd. Euro zu. Der Konzernüberschuss stieg um 20 Prozent auf 154 Mill. Euro.

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